Mit dem Projekt „Mechatronix“ wollen neun Jugendliche aus Wehr und Basel die Stadt verschönern und zugleich etwas über Mediengestaltung lernen. Initiiert wurde das Projekt vom Unternehmer Malco Messerli zusammen mit dem Basler Künstler Timo Paris. In einem Casting wurden fünf Jugendliche aus Wehr gefunden, die zusammen mit vier Jugendlichen aus Basel das Projekt umsetzen wollen.

Eine Hälfte wird dabei für die Gestaltung zuständig sein, die andere für die mediale Präsentation. Denn es geht um weitaus mehr als schöne Bilder: Fast schon wie in einem berufsbildenden Praktikum wollen Messerli und Paris den Jugendlichen die Grundlagen der Wandgestaltung sowie der Aufbereitung der Aktion in Bildern und Videos beibringen. Die Leinwand werden vier Garagentore im Muldenweg sein, zur Verfügung gestellt von Berni‘s Moto Shop. „Die Idee für die Bilder kam von den Jugendlichen selbst“, freut sich Messerli. Geplant sei es, den Stadtnamen auf die vier Tore zu bringen und dabei die geschichtliche Entwicklung zu dokumentieren: Vom Mittelalter über die Industrialisierung bis hin zur Gegenwart und der digitalen Zukunft.

Kunstkurse

„Aktuell findet ein Crashkurs statt, um das Material kennenzulernen“, erklärt Timo Paris. Vier Wochen lang, jeweils sechs Stunden pro Woche wird in den Hallen von Messleris Unternehmen 8lines auf dem Wehra-Areal mit Pinsel, Rolle und Farbdose geübt. Die vier jungen Männer aus Basel haben hier bereits einen kleinen Vorsprung: „Ich war bei Timo bereits im Workshop“, so Sebastian. Auch Philip besucht bereits seit Längerem die Kurse von Paris: „Ich mache viel Wandgestaltung und beschäftige mich mit Kunst.“ Die Wehrer Teilnehmer kommen aber nicht ganz ohne Erfahrung: Malike etwa beschäftigt sich in der Schule mit Programmierung und wird das Team in der Mediengruppe verstärken. Diego interessiert sich für Graffiti und zeichnet gerne.

Die Mediengruppe

Auch für die Mediengruppe steht noch einiges an Training an: „Bei Film, Foto und Internet haben nur wenige Jugendliche viel Erfahrung“, weiß Messerli. Und so steht neben Filmen und Fotografieren beispielsweise auch Urheberrecht und die Weiterverarbeitung des Bildmaterials auf dem Projektplan. Am 11. und 12. Dezember soll es in die Umsetzung gehen, eine Vernissage ist im Januar geplant. Schluss sein soll dann aber noch lange nicht: „Wir hoffen auf weitere freie Flächen in Wehr. Und es gibt einen weiterführenden Kurs“, kündigt Messerli an.