Wehr (jub) Klappstuhlkonzerte, Sommer in Wehr, Einkaufsbummel und Restaurantbesuche sollen in diesem Jahr wieder möglich sein – nun auch in Wehr mit Unterstützung durch die Luca-App. Das Kulturamt ist bereits überzeugt und mit einer Infoveranstaltung möchte die Servicegemeinschaft jetzt die Einzelhändler und Gastronomen ins Boot holen.

Ein großer Schritt weg von der Zettelwirtschaft und hin zu einer schnelleren Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten soll die Luca-App ermöglichen. Die Stadt möchte die App zukünftig vor allem bei Veranstaltungen einsetzten: „Überall dort, wo es unübersichtlich wird“, so Kulturamtsleiter Frank Johannes Wölfl. Möglich wäre das bereits bei der kommenden Gemeinderatssitzung, vor allem aber bei zukünftigen Großveranstaltungen.

So plant Wölfl in diesem Sommer vier Klappstuhlkonzerte und fünf Veranstaltungen in der Kulturscheune. Auch der Naturparkmarkt mit verkaufsoffenen Sonntag, der Sommer in Wehr und das Dreilandbluesfestival sollen stattfinden. Trotzdem würden natürlich die Corona-Auflagen gelten, so Wölfl: gerade bei Veranstaltungen in der Innenstadt müsse es Eingangsbereiche geben und eventuell sogar Schnelltests. Trotzdem mache die App vieles einfacher: „Allein wie viele Kugelschreiber wir bei den Klappstuhlkonzerten gebraucht haben“, erinnert sich Wölfl an die erfolgreiche Reihe im vergangenen Sommer.

Am 8. April wurde die App durch das Landratsamt freigegeben, einen Tag später hatte Stefan Ruthe sie bereits in Nutzung. In seinen Geschäften können sich nun sowohl Mitarbeiter als auch Kunden digital registrieren. Der Inhaber einer Parfümeriekette und Vorstandsmitglied der Wehrer Servicegemeinschaft hätte die App gerne früher genutzt: „Seit September gibt es die Luca-App, das Tempo ist behäbig.“

Da die Daten im Gesundheitsamt zusammenlaufen, war eine Nutzung der App vor der Freigabe nicht möglich. Am 27. April sollen die Vorteile nun in einem Webinar vorgestellt werden. Sowohl Handel als auch Gastronomie wären sehr an der App interessiert, so Ruthe. Hinsichtlich des Datenschutzes haben Wölfl und Ruhte keine Bedenken. „Die App ist vom Landesdatenschutzbeauftragten freigegeben“, so Wölfl. Und auch Stefan Ruthe ist von dem Sicherungssystem mit TAN überzeugt. Ganz ohne Zettel werde es aber nicht gehen, so Wölfl. „Wenn Leute kein Smartphone haben, oder die App nicht nutzen möchten, wird es weiterhin Listen geben.“ Eine Idee wäre hier der Luca-Schlüsselanhänger mit dem individuellen QR-Code, so Ruthe.