In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat über die Zukunft des Gewerbekanals in der Innenstadt entschieden: Der Abschnitt neben dem alten Schloss soll zukünftig ohne Wasser bleiben und der Teich im Ludingarten bekommt einen neuen Zufluss. Andere Abschnitte werden aus Sicherheitsgründen zugeschüttet.

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Seit Anfang des Jahres ist der Gewerbekanal in der Innenstadt stillgelegt. Grund dafür ist der Bau eines neuen Flusskraftwerks nahe des Wehra-Areals. Der Kanal als Wasserzufuhr wird damit nicht mehr benötigt. Bereits im vergangenen Sommer plädierten die Gemeinderäte aber für eine weitere Nutzung des Abschnitts am Rathaus: Aus historischen Gründen solle das Ensemble aus Gebäuden und Kanal erhalten bleiben. Dies geschieht nun tatsächlich, aber anders als erwartet: Statt Wasser soll das Teilstück nun künstlerisch oder auch gärtnerisch gestaltetet werden. Bürgermeister Michael Thater und Bauamtsmitarbeiter Helge Laufe stellten am Dienstag die aktuellen Pläne vor. Wie ursprünglich überlegt, sahen diese einen Wasserlauf am Rathaus und einen Zulauf für den Teich im Ludingarten vor.

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Letzterer wurde bislang vom Gewerbekanal gespeist und muss aktuell immer wieder nachgefüllt werden. Ohne regelmäßigen Wasseraustausch könnte das Gewässer umkippen, erklärte Laufer. Dafür soll nach ursprünglichem Plan Wasser aus der Wehra zum Rathaus gepumpt und von dort wieder zum Ludingarten und zurück in die Wehra geleitet werden. Da man aufgrund der wasserrechtlichen Vorgaben nur eine geringe Menge aus der Wehra entnehmen dürfe, sei ein Wasserlauf wie vor der Stilllegung nicht möglich, so Laufer.

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Um den Anschein eines Fließgewässers zu erwecken, plante das Bauamt darum im offenen Bereich ein niedriges Becken, dass im überdeckten Bereich unter Altem Schloss und Stadthalle wieder in ein Rohr mündet. Im Laufe der Diskussion über die Gestaltungsmöglichkeiten kristallisierte sich dann aber heraus, dass die Mehrheit eine andere Lösung vorzog. So regten Paul Erhart (CDU) und Mathias Scheer (FW) eine künstlerische Gestaltung an, Christoph Schmidt (FW) brachte eine gärtnerische Lösung ein. Mehrheitlich wurde gegen den künstlichen Wasserlauf entscheiden. Der Bürgermeister spielte den Ball zurück an den Gemeinderat und forderte diesen auf, Ideen für die Gestaltung zu sammeln.

Der Teich

Einigkeit herrschte bei der Versorgung des Teichs im Ludingarten: Mit einer kleinen Pumpe soll über eine kurze Strecke Wasser aus der Wehra in den Teich gelangen und dort für die passende Temperatur und Belüftung sorgen. Ein offenes Teilstück hinter dem Bürgersaal solle aus Sicherheitsgründen zugeschüttet werden, so Bürgermeister Michael Thater.