Die Pfarreien in der Erzdiözese Freiburg werden neu strukturiert – die Anzahl der Pfarreien soll von heute mehr als 1000 auf rund 50 reduziert werden. Der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Wehr-Öflingen-Schwörstadt bevorzugt zwei kleinere, vom Fluss Alb getrennte Pfarreien. Alternativ steht eine Großpfarrei, die die Dimension des Landkreises Waldshut hätte, zur Diskussion.

2019 war über die zwei Varianten abgestimmt worden. In Schwörstadt war mehrheitlich für die größere Variante gestimmt worden. Ein eindeutiges Votum hatte sich aber im Dekanat mit seinen 68 Pfarreien nicht ergeben, weshalb die Abstimmungen wiederholt werden.

Leopold von Schönau-Wehr, der dem Dekanatsrat angehört, verwies auf den Vorteil einer Zweiteilung, da jede Pfarrei einen leitenden Pfarrer und die gleiche Ausstattung erhalte, während bei dem Großgebiet die Entfernung zu bedenken seien. Diesmal stimmte der Pfarrgemeinderat einstimmig für die Variante mit zwei Pfarreien.

Mit einem besinnlichen Impuls hatte die Pfarrgemeinderatssitzung der Seelsorgeeinheit begonnen. Vorsitzender Berthold Eschbach vermeldete eine positive Nachricht: Die Raumsituation für die Wehrer Pfadfinder konnte gelöst werden. Alle Gruppenstunden können im neuen und altem Pfarrsaal stattfinden, alternativ steht noch das Pfarramt von Öflingen zur Verfügung. „Alle Gruppen können ihre Stunden drinnen abhalten“, meinte Eschbach.

Gemeindeassistentin Carmen Horvatic gab bekannt, dass sich wieder ein Gemeindeteam Wehr gebildet hat, das sich auch schon zu einer ersten Sitzung getroffen hat. Pfarrgemeinderatsmitglied Alexander Horvatic informierte, dass die meisten Mitarbeiter der Kirche schon eine Hygieneschulung wegen der Corona-Pandemie absolviert haben. Als Pflegefachkraft wird Horvatic noch weitere Schulungen anbieten, zu der sich Interessierte über das Pfarramt Öflingen anmelden können.

Applaus gab es für die aus Schwörstadt stammende stellvertretende Vorsitzende Vera Fath, die im Dekanatsrat zur neuen Vorsitzenden gewählt worden war. Zur Heizsituation in den drei Kirchen der Seelsorgeeinheit informierte Pfarrer Matthias Kirner. Die drei Kirchen werden mit Warmluftheizungen geheizt, die die Raumluft anziehen und aufwärmen, was angesichts der Corona-Pandemie nicht ideal ist. Das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg hatte Empfehlungen herausgegeben, an denen sich die Seelsorgeeinheit orientieren wird. Die Kirchen sollen dauerhaft mit den Warmluftheizungen auf zehn Grad geheizt werden, die eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst abgestellt werden. Nach dem Gottesdienst muss durchgelüftet werden, bevor die Heizungen wieder in Betrieb genommen werden. „Im Winter müssen wir uns warm anziehen“, meinte Kirner.

Gemeindeassistentin Horvatic berichtete, dass 40 Eltern an der Informationsveranstaltung zur Erstkommunion 2021 teilgenommen hatten. Aufgrund der Corona-Pandemie findet die diesjährige Erstkommunion mit einem veränderten Konzept statt und auch nächstes Jahr sind die Feiern in kleinen Gruppen vorgesehen. Auch die Firmung soll nächstes Jahr stattfinden. Mit Blick auf Corona ist vorgesehen, dass nur die 15-Jährigen gefirmt werden, andere Jahrgänge kommen später dran, erklärte Horvatic. Es werden auch keine Bischöfe zur Firmung kommen, sondern die Priester vor Ort erhalten eine Firmerlaubnis.