Eine Anfrage von Stadtrat Christoph Schmdt (FW) in der jüngsten Bau- und Umweltausschusssitzung brachte es an den Tag: Der Landkreis möchte eine Fläche an der Rötelbachstraße in Wehr-Brennet als Salzlager nutzen. Ob dies der Stadt bekannt sei und wie sie zu den Plänen stehe, wollte Schmidt wissen. Bislang sei das Landratsamt noch nicht diesbezüglich auf die Stadt zugekommen, antwortete Bürgermeister Michael Thater. Allerdings habe sie von der Grundstückseigentümerin, dem Regierungspräsidium Freiburg, von einer möglichen Nutzung als Streusalzlager gehört. „Ich glaube nicht, dass das Landratsamt ohne uns zu fragen auf unserer Gemarkung ein Streusalzlager errichtet“, beruhigte Thater.

Eine Nachfrage beim Landratsamt Waldshut bestätigt aber grundsätzlich den Sachverhalt: „Entlang der Hochrheinstrecke unterhält der Landkreis bislang das Salzlager in Bad Säckingen. Nächstes Jahr endet jedoch das Pachtverhältnis mit dem Land Baden Württemberg.

Daher ist der Landkreis auf der Suche nach einem neuen Standort, die aktuell noch läuft“, so eine Behördensprecher. „Weil die Planung und Errichtung zudem Zeit erfordert, arbeiten wir momentan an einer Übergangslösung.“ Der Standort in Wehr-Brennet sei ein möglicher Standort für eine solche Übergangslösung. „Einen konkreten Standort für das endgültige Salzlager haben wir aber noch nicht festgelegt.“ Näheres könne man erst im neuen Jahr sagen.

Stadtrat Christoph Schmidt hält die Fläche in Wehr-Brennet für ein Streusalzlager allerdings nicht für geeignet, da sie direkt am Rötelbach liege. „Wie verhält es sich hier mit dem Hochwasserschutz und dem Schutz des Grundwassers?“, nannte er im Bauausschuss zwei wichtige Kriterien, die es zu prüfen gelte. In der Sache gab ihm Thater recht: Auch er halte das Grundstück für eine Nutzung als Salzlager für „denkbar ungeeignet“.

Im bisherigen Salzlager in Bad Säckingen können bis zu 700 Tonnen Tausalz untergebracht werden: Zwei Silos mit einem Fassungsvermögen von je 150 Tonnen und eine Lagerhalle mit Raum für 400 Tonnen. Weitere Salzlager betreibt der Landkreis in Görwihl (900 Tonnen), Albbruck (500 Tonnen), Lauchringen (900 Tonnen), Jestetten (260 Tonnen), Stühlingen (300 Tonnen), Häusern (680 Tonnen) und Bonndorf (600 Tonnen).

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