Dass das Vorhaben so teuer wird, liegt insbesondere an den in der Straße verbauten Altlasten. War ursprünglich geplant, den Aushub wieder in der Straße zu verbauen, müssen die Bestandteile stattdessen aufwendig und kostspielig entsorgt werden. Konkret handelt es sich um Teerreste und Baumaterial, das in früherer Zeit in der Straße mitverbaut worden war, nach heutigen Richtlinien aber durch unbedenkliches Material ersetzt werden muss.

Die Belastung sei sogar noch höher als im ersten Abschnitt, der vergangenen Oktober fertiggestellt wurde, wie die Stadtverwaltung dem Gemeinderat darstellte. Dies hat unterm Strich zu einer Baukostensteigerung von 270.000 Euro gesorgt.

An der Notwendigkeit der Sanierung der Breitmattstraße gab es dennoch keine Zweifel, galt die insgesamt gut 900 Meter lange Verbindung zwischen Waldstraße und Todtmooser Straße doch lange als eine der marodesten Straßen im Wehrer Stadtgebiet. Im Zuge der Straßensanierung werden allerdings auch gleich Versorgungsleitungen im Bereich Wasser und Kanalisation erneuert und Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt. Auch die Hausanschlüsse werden erneuert.

Jede Menge Schlaglöcher und Risse: Die Breitmattstraße zählt zu den schlechtesten Straßen in Wehr. Nach Ende der Sanierung soll die Straße in vielerlei Hinsicht Modellcharakter für Straßenerneuerungsprojekte aufweisen.
Jede Menge Schlaglöcher und Risse: Die Breitmattstraße zählt zu den schlechtesten Straßen in Wehr. Nach Ende der Sanierung soll die Straße in vielerlei Hinsicht Modellcharakter für Straßenerneuerungsprojekte aufweisen. | Bild: Obermeyer, Justus

Gute Nachrichten gibt es derweil in Sachen Bauzeit: War gemäß ursprünglicher Planung davon ausgegangen worden, dass die Arbeiten an dem Teilstück zwischen Unterem Schlossweg und Lindstraße bis Sommer 2021 dauern werden, geht die Verwaltung inzwischen davon aus, dass die ganze Angelegenheit noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Entsprechend äußerte sich Bürgermeister Michael Thater in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Abschnitt eins der Baußmaßnahmen wurde übrigens nach 14-monatiger Arbeitszeit im vergangenen Oktober abgeschlossen. Hier waren auf einer Länge von 300 Metern Wasserleitungen und Abwasserkanal saniert und Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt worden. Aus technischen Gründen konnten immer nur Teilstücke bearbeitet werden, weswegen die Baugrube immer wieder abschnittsweise zugeschüttet und für die nächsten Arbeiten wieder ausgehoben wurde. Dies hatte für Irritationen gesorgt. Im Gemeinderat war sogar von einem „Schildbürgerstreich“ die Rede gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Großer Knackpunkt bei der gesamten Maßnahme ist die Zahl der Parkplätze, die entlang der Straße angelegt werden sollen. Beim ersten Abschnitt hatte sich der Gemeinderat vergangenes Jahr dazu entschlossen die Zahl auf 15 Plätze zu reduzieren.

Für den zweiten Abschnitt sind höchstens 31 Parkplätze vorgesehen. Auch hier könnte die Zahl allerdings noch deutlich nach unten korrigiert werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei vor allem darauf, Rettungsfahrzeugen der Feuerwehr eine problemlose Durchfahrt zu ermöglichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts soll es voraussichtlich kommendes Jahr möglichst bald an den dritten Abschnitt gehen. Dieser führt bis zur Todtmooser Straße.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.