„Früher war alles besser“ lautet der Titel von Roland Gampps neuestem Buch. Natürlich ist der Titel nicht mit einem Ausrufezeichen versehen, sondern durchaus ironisch gemeint, aber ein großes Körnchen Wahrheit steckt auf jeden Fall darin. Der Untertitel „Lausbubengeschichten“ verrät, worum es in seinem siebten Buch geht: Er berichtet aus seiner Kindheit und Jugend, und die 18 Kurzgeschichten reichen von Tarzan-Träumen über die „beste Freundin“ im unschuldigen Kindesalter bis hin zu den Mutproben Pubertierender.

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„Viele sehnen sich nach der guten alten Zeit, und der eine oder andere wird sich an seine unbeschwerte Kindheit erinnern und sich in den Geschichten wiederfinden“, meint der Schriftsteller, der als Titelbild nicht ohne guten Grund einen „Traumfänger“ ausgewählt hat. Natürlich idealisiert er die früheren Erziehungsmethoden nicht, und so ist das „paradiesische Umfeld“ der „ländlich gelegenen Kleinstadt im südwestlichen Schwarzwald“ durchaus ironisch gemeint. Aber der Alltag der Kinder war weniger durchgeplant, und in Ermangelung elektronischer Medien samt ihrer vorgefertigten Bilderfluten konnte sich die spielerische Fantasie der Kinder freier entfalten.

„Spielen ist eine nicht-zielgerichtete Tätigkeit, und gerade darum umso wichtiger für die Entwicklung des Kindes“, so Roland Gampp. Natürlich konnte es vorkommen, dass die überbordende kindliche Fantasie die Jungen auf falsche Bahnen leitete und zu lebensgefährlichen Mutproben verleitete. An diesen Streichen lässt Roland Gampp nun die Leser teilhaben. Gewidmet hat er das Buch seinen Eltern, „die meine Streiche ertragen haben“. Roland Gampps Buch „Früher war alles besser. Lausbubengeschichten“ umfasst 130 Seiten, ist im Verlag Twentysix erschienen und im Buchhandel bestellbar; einige Exemplare liegen bei der Buchhandlung Volk aus.