Regelmäßig ist die Verkehrssituation in Öflingen ein Thema im Gemeinderat. Am Dienstagabend war es aber ausnahmsweise nicht das wilde Parken entlang der Öflinger Straße, mit welchem sich Gemeinderäte und Stadtverwaltung beschäftigen mussten, sondern die Vorfahrtsmissachtungen und Geschwindigkeitsüberschreitungen vor dem Dorfladen.

SPD-Stadtrat André Langbein zeigte anhand von Bildmaterial, dass selbst ortskundige Fahrer die geltenden Regeln nicht beachten würden. „Es herrschen teils lebensgefährliche Zustände“, so Langbein. Mehrfach habe er beobachtet, wie es fast zu Unfällen mit anderen Fahrzeugen und auch Fußgängern gekommen sei. Vor dem Dorfladen trifft die Jungholzer Straße als Nebenstraße auf die vorfahrtsberechtigte Schmadstraße. Kurz darauf mündet diese in die Öflinger Straße. Das vor dem Dorfladen „rechts vor links“ gelte sei zwar klar ausgeschildert, trotzdem werde dies regelmäßig missachtet, so Langbeins Beobachtung.

Stadtrat Paul Erhart (CDU) ergänzte hierzu, dass dies auch schon oberhalb des Dorfladens der Fall sei: Hier mündet die Schwarzwaldstraße in die Schmadstraße, es gilt ebenfalls rechts vor links. Das Problem sei bekannt so Bürgermeister Michael Thater, aber: „Wir sind nicht zuständig, sondern die Verkehrsbehörde.“ Die Beschilderung sei eindeutig, mehr könne man seitens der Stadtverwaltung nicht machen: „Das scheitert am Waldshuter Amtsschimmel.“ Hintergrund ist der langjährige Wunsch der Stadtverwaltung, dass das Wehrer Rathaus die Aufgaben der Straßenverkehrsbehörde selbst übernehmen könnte. Aktuell ist das Wehrer Ordnungsamt nur für den ruhenden Verkehr zuständig. „Wir werden aber wieder eine Verkehrsschau machen“, kündigte Thater an.