Der Wehratallauf lockte 127 Starter an. Omar Tareq ging als Sieger hervor und unterbot seine Bestzeit um knapp eine Minute.

Der Wehratallauf 2021 war ein Stelldichein für die laufbegeisterten Könner in der Region. Omar Tareq ist nach fünf Jahren wieder Erstplatzierter mit 34 Minuten und 44 Sekunden auf der 10,2 Kilometer langen Strecke – knapp eine Minute unter seiner Bestleistung von 2016. Emma Wassmer kam als erste Frau durchs Ziel im Frankenmatt-Stadion. Sie startet zwar für den ASC Darmstadt, kommt aber ursprünglich aus Adelhausen und ihr ist der Wehratallauf vertraut. Als zwölfplatzierter ist Christian Kuhn Bester der Lauffreunde Wehr. Zum ersten Mal beim Nordic Walking startete Maximilian Wenk. Der 16-jährige Wehrer gewann das Rennen mit einer Stunde und vier Minuten.

Omar Tareq und Emma Wassmer sind die Sieger des Wehratallaufs.
Omar Tareq und Emma Wassmer sind die Sieger des Wehratallaufs. | Bild: Gerd Leutenecker

Von den 127 gemeldeten Startern war Disziplin erwartet worden. Das Laufen sollte ganz im Mittelpunkt der Veranstaltung der Lauffreunde im TV Wehr stehen. Eine Anmeldung ohne jegliche Nachmeldung am Veranstaltungstag, keine Siegerehrung und das Drumherum an kulinarischen Köstlichkeiten ist ebenso ausgefallen. Für das DRK war der Morgen unerwartet aufwendig. „Da haben sich überproportional viele extra testen lassen, obwohl bereits vollständig geimpft, aber die Sorge für die Mitläufer sollte abgesichert sein“, war die überraschende Erkenntnis von DRK-Chef Frank Mattes. Die wurde aus dem Läuferfeld bestätigt, einige Spitzensportler werden in zwei Wochen am Berlin-Marathon starten. „Jegliches Risiko wird wie die Pest gemieden, wir sind eine große Community“, der Schutz gehe vor, meinte eine Läuferin. Bei den wenigen Läufen in diesem Jahr war der Wehratallauf gleichzeitig ein großes Wiedersehen in der Szene.

Die Zielüberquerung von Omar Tareq.
Die Zielüberquerung von Omar Tareq. | Bild: Gerd Leutenecker

Auf der Industriestraße rechterseits der Wehra war der Start. Walter Thoma, Gründer der Lauffreunde Wehr, bediente die Startpistole, Cheforganisator Günter Schönauer gab das Startkommando am Megafon und Kurt Wymann hatte die Messtechnik fest im Griff. Unterschiedliche Aufwärmtechniken waren sichtbar. Omar Tareq war ganz in sich gekehrt, kam erst kurz vor dem Start an die Linie. Andere joggten schon und ein Großteil war mit Dehnungsübungen vorab beschäftigt.

Maximilian Wenk kam als erster der Nordic Walker ins Ziel.
Maximilian Wenk kam als erster der Nordic Walker ins Ziel. | Bild: Gerd Leutenecker

Es ging hinaus an die Staumauer, auf Asphalt und weitgehend eben. Dann folgte der erste Anstieg am Wolfristkopf. Nach Hasel, später an der Erdmannshöhle vorbei in den Flienken, hinüber zum Seeboden und hinauf auf den Wolfristkopf. Zurück an das Staubecken und weiter ging es zurück zum Frankenmatt-Stadion. Eine Ehrenrunde auf der Tartanbahn und dann war wie gewohnt der Zieleinlauf an der Haupttribüne. Die Spitzenläufer hatten Mountainbike-Tempomacher vor ihnen, drei Versorgungsstände waren entlang der Strecke. Das alles war mit 40 Helfern der Lauffreunde Wehr gestemmt worden.

Die Laufzeiten

Die Läufer kamen innerhalb einer Stunde nach Tareq ins Ziel. Für die Nordic Walker ist die verkürzte Strecke mit 8,6 Kilometern, alleine der Lauftechnik wegen, zeitlich länger. Maximilian Wenk kam mit einer Minute Vorsprung vor Tom Sernatinger, auch 16 Jahre alt, ins Ziel. Knapp dahinter lag Rudolf Meßmer vom Ski-Club Wehr, der eigentliche Meister seines Fachs, wie es bei den Lauffreunden gleich hieß. Schließlich liegen zwischen Wenk und Meßmer mehr als 50 Lebensjahre.