Es geht voran beim neuen Wehrer Tafelladen, schon in einem Monat soll Eröffnung gefeiert werden. Mit einem Spendenscheck über 1000 Euro sorgte FDP-Kreisrat Klaus Denzinger bereits jetzt schon für Freude bei allen Beteiligten. Weiterhin werden Ehrenamtliche Helfer gesucht.

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„Ich möchte als Wehrer Bürger Dankeschön sagen und ein großes Kompliment alle freiwilligen Helfern aussprechen“, so Denzinger. Vor 15 bis 20 Jahre habe man sich gar nicht vorstellen können, dass auch im ländlichen Raum diese Art der Unterstützung gebraucht werden, so der FDP-Kreistagsabgeordnete und ehemalige Wehrer Bürgermeister. „Wir haben 30 bis 50 regelmäßige Kunden“, erläutert Caritas-Sozialdienstleiter Bernhard Gampp hierzu. Mit jedem Ausweis würden etwa 3,5 Personen versorgt – demnach profitieren in Wehr 105 bis 175 Menschen von der günstigen Einkaufsmöglichkeit.

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Ein Angebot, dass nur mit dem starken Engagement der aktuell 26 ehrenamtlichen Helfer zu leisten sei, betont der Caritas-Vorstandsvorsitzende Martin Riegraf. Menschen wie Martin Dossenbach. Der Rentner ist von Anfang an dabei, zusammen mit seinen Kollegen ist er mit viel Herzblut dabei: „Es sind etwa sieben bis acht Stunden pro Woche, vom Herrichten der Ware über die Ausgabe bis hin zum Fahrdienst. Keiner drückt sich, jede Arbeit wird gemacht“, berichtet Dossenbach mit berechtigtem Stolz über seine Kollegen.

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Gerne dürften auch neue Helfer dazu kommen: „Im gesamten Landkreis sind rund 180 Ehrenamtliche aktiv, leider mit sinkender Tendenz“, bedauert Gampp. Oft würden Helfer aus Altersgründen aufhören, aber auch die Bereitschaft sich zu engagieren, würde abnehmen, so Gampp. Die Tafelläden werden von der Freiwilligkeit getragen: Läden wie der Wehrer Schmidts Markt spenden nicht mehr verkäufliche Lebensmittel, die Ehrenamtlichen richten diese her, verkaufen sie für einen geringen Betrag im Laden.

Anerkennung für soziale Arbeit hat auch Klaus Denzinger zu seiner Spende motiviert: Die FDP-Fraktion habe im Kreistag angeregt, auch den Krankenhausmitarbeiter für ihren besonderen Einsatz während der Corona-Pandemie einen Bonus auszuzahlen. „Wir waren sicher, dafür eine Mehrheit zu bekommen – doch dann waren alle dagegen“, berichtet Denzinger. Besonders getroffen habe ihn der Vorwurf, dass man leichtfertig das Geld anderer verteilen wolle. „Darum stifte ich nun mein Sitzungsgeld aus dem Kreistag 2019 dem Tafelladen. Ich bin mir sicher, hier ist es gut angelegt“, betonte Denzinger. „Und vielleicht helfe ich auch selbst ein oder zweimal mit.“ Er bat um direkte Benachrichtigung, wenn im September der Verkauf in den neuen Räumen beginne.

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