In der Hauptversammlung blickte der Akkorden-Verein Wehr auf ein ein Jahr mit wenigen Auftritten und schwierigen Probesituationen zurück. Doch es war ein gutes Jahr für den Nachwuchs: Die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen habe eher zu einer Steigerung und Intensivierung geführt.

Jugendorchester, „Sound-Mix“ als Orchester für die handwerklich traditionellen verhafteten Spieler und das bewusst modern interpretierende Akonima-Orchester sind die Aushängeschilder. „Akonima“ bekommt überregional beste Kritiken und „Sound-Mix“ pflegt die örtlichen Auftritte im kulturellen Fahrplan der Stadt – bei über 60 aktiven Akkordeonisten eine gute Mischung im Verein. Zum Akkordeonspielen müsse man herangeführt werden: Das zeige sich in der Jugendausbildung. „Letztes Jahr war halt doch ein Unterbruch in der musikalischen Früherziehung“, Donata Grande verschwieg als Leiterin der Jugendausbildung keineswegs die Probleme mit den Pandemieregeln. Elf Instrumentalschüler konnten mit individualisierten Lernmappen und einigen Online-Proben das Akkordeon kennen- und schätzen lernen. Grande hatte besten Rückhalt bei den Eltern, „die waren durch die Bank dankbar“ und mit zeitintensivem Einzelunterricht seien die Fortschritte deutlich hörbar. Grande leitet aktuell zwölf Nachwuchsmusiker in der Jugend an. Die musikalische Früherziehung werde zukünftig verstärkt in Zusammenarbeit mit dem städtischen Familienzentrum organisiert – ein Musikgarten sei bereits konzipiert, so Grande. Nicht nur für Akkordeon, auch Blockflöte und das Keyboard gehören dazu.

Keine Auftritte für Akonima

Bei „Sound Mix“ kämen die Generationen zusammen. „Wir haben viel gearbeitet und haben die 15 gemeinsamen Proben auch genossen“, sagte Anna Kisner. Sie schätze das Repertoire im Orchester. Der Seniorennachmittag, der Sommer in Wehr und die Auftritte in Gottesdiensten seien die jährlichen Pflicht-Termine. Wieder sind junge Erwachsene in das Orchester „reingewachsen.“ Bei Vadim Fedorov ist exakte Routine im „Akonima“ perfektioniert. Das Orchester stelle sich unter seiner Leitung immerwährend neuen Herausforderungen. „Wir hatten leider keine Auftritte.“ Der gute Zusammenhalt im Verein stimmt, die Arbeit im Hintergrund funktioniert. Da überraschte die Wiederwahl von Gabi Jost zur stellvertretenden Vorsitzenden und von Markus Borutzki keinesfalls.

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