Es wurde viel gelacht am Freitagabend in der ausverkauften Kulturscheune im Enkendorf. Auf dem Programm stand „Nyx Noise“. Was eigentlich heißt: „Nix Neues“, aber so geschrieben natürlich viel cooler aussieht. Doch neu war einiges an diesem Abend: Für das Duo Sebastian Müller und Daniel Fleckenstein war es der erste Auftritt mit diesem Programm und in dieser Formation. Und auch der erste Auftritt in der Kulturscheune „eine Premiere hier bei uns in Wehr“, wie Frank Wölfl, Kulturamtsleiter der Stadt, hocherfreut feststellte.

Die Künstler, die sich bereits seit ihrer Schulzeit im Hessischen kennen, und mittlerweile beide als Radiomoderatoren tätig sind, hatten es drauf, das Publikum gleich von Anfang an in ihre Vorstellung miteinzubeziehen. „Ich war noch niemals hier in Wehr“ heißt es zum Auftakt, gesungen in zwei Versionen zu den bekannten Melodien von „Ich wär so gerne Millionär“ und „Ich war noch niemals in New York“. Im lockeren Plauderton erzählen und singen die Künstler von lustigen Begebenheiten, bringen witzig-doofe Fußballerzitate und machten außerdem beiläufig den ein oder anderen Witz über Wehr, die Stadt mit einem Bürgermeister, „der so ähnlich wie Theater heißt“.

Vom Publikum lassen sie sich darüber aufklären, was es denn nun mit dem „Freistaat Enkendorf“ auf sich hat. Die Lieder, eigene und umgedichtete gecoverte, sprühen vor Witz und einer großen Freude an Wortspielereien, wie beim Vornamenlied wo sich alles auf Jochen reimt, oder bei der Mundhaar-Monika mit dem Oberlippenbärtchen. Oft ist das Publikum zum Mitsingen eingeladen, so beim Anti-Sommer-Hit „Eh nich“, oder beim Block mit bekannten Werbesongs.

Als Daniel Fleckenstein sich in einen an Elvis Presley erinnernden Schlagersänger „Howie-Potente“ mit weißem Outfit und schwarzer Perücke verwandelt, der mit dem Mikro in der Hand die Bühne verlässt, um sich an die Frauen im Publikum ranzuschmeißen, können die Zuschauer vor Lachen kaum noch an sich halten. Auch die Flippers – oder waren es die Floppers? – haben noch einen Auftritt und führen vor, dass man mit einem „Schala-lala-la“ am Lied-Ende jeden noch so traurigen Schlagertext wieder ins Positive wenden kann. Mit Wortwitz, Klamauk und Comedy haben Müller und Fleckenstein dem Publikum einen kurzweiligen Abend beschert, an dem die Lachmuskeln mal wieder in Aktion treten konnten.