Seit zehn Jahren sind die frühere Grundschule Öflingen und die Zelgschule organisatorisch verbunden. War die Öflinger Schule zunächst eine Außenstelle der Zelgschule, sind sie nun seit vergangenem Jahr gleichberechtigt. Nun soll auch ein gemeinsamer Name zeigen, dass es sich um „eine Schule mit zwei Standorten“ handelt. Mehrheitlich entsprach der Gemeinderat dem Wunsch der Schulkonferenz, sich künftig „Grundschule an der Wehra“ nennen zu dürfen.

In einem internen Verfahren hatten sich Schüler, Lehrer und Eltern mit der Namenfindung auseinandergesetzt und insgesamt 25 Vorschläge gesammelt, die wiederum diskutiert und bewertet wurden. Bei einem pädagogischen Tag im Juli fiel die Entscheidung für den neuen Namen einmütig. Die Vorgaben an den Namen waren klar: Er soll identitätsstiftend sein, beide Standorte miteinander verbinden, einen Ortsbezug haben und eine Unterscheidung zu anderen bestehenden oder früheren Schulen in Wehr bieten. Dass der Namensvorschlag „Grundschule an der Wehra“ diese Kriterien erfüllt, war im Rat fast unstrittig. Als „sehr gute Wahl“ (Claudia Arnold), „vorzüglich“ (Martina Meyer) und „gelungen“ (Stefan Tussing) bezeichnete die meisten die Namenswahl.

Dennoch gab es einige Kritik und eine lange Diskussion. Einige Räte zeigten sich verwundert, da die Zelgschule doch einige hundert Meter von der Wehra entfernt ist. Andere, wie Paul Erhart (CDU) kritisierten das Verfahren, dass quasi hinter verschlossenen Türen stattgefunden habe. Wie Stephan Engel (Grüne) kritisierte Erhart, dass dem Gemeinderat nur ein einziger Namensvorschlag zur Abstimmung vorgelegt wurde. Eine Entscheidung für einen Alternativvorschlag über die Köpfe der Schule hinweg wäre allerdings wenig identitätsstiftend gewesen.

Die Elternbeiratsvorsitzenden und der neue Konrektor Marius Helber warben für den Namen, der nun im Unterricht – beispielsweise mit Exkursionen an die Wehra – auch mit Inhalten gefüllt werden soll. Bei vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag letztlich zu.

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