Einstimmig votierte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung dafür, der Wehrer Tafelausgabestelle ein städtisches Gebäude im Bündtenfeld zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung wurde beauftragt, hierfür eine schriftliche Vereinbarung mit dem Caritasverband auszuarbeiten.

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„Es ist gut, dass es den Tafelladen gibt, aber bedauerlich, dass er gebraucht wird“, fasste Stadträtin Karin Gallmann (SPD) zusammen. Seit zehn Jahren besteht bereits die Ausgabestelle der Tafel in Wehr, bislang in einem Ladengeschäft hinter der Bäckerei Albietz. Ein optimaler Standort, der für eine günstige Miete zur Verfügung gestellt wurde, so Bürgermeister Michael Thater. Dafür, dass der Besitzer dann 2019 Eigenbedarf anmeldete, habe man großes Verständnis.

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„Wir konnten den Vertrag noch bis Ende Mai verlängern und haben seitdem intensiv beraten“, so Thater. Die ehemalige Neuapostolische Kirche im Keltenweg sei ebenfalls ideal: Mit Parkplätzen vor der Tür und auch mit dem Bürgerbus gut zu erreichen – zudem nicht zu exponiert, um die Privatsphäre der Einkäufer zu waren. Auch Martin Riegraf, Vorstand des Caritasverbands Hochrhein, freute sich über den neuen Standort: „Wir sind sehr erfahren mit dem Umbau von Tafelläden“, so Riegraf mit Blick auf den aktuellen Umbau des Tafelladens Bad Säckingen. Rund 70.000 Euro werde die Caritas hier investieren, sowohl aus eigenen Mitteln als auch aus zweckgebundenen Spenden. Der große Innenraum der ehemalige Kirche soll neu gegliedert werden: „Die Ausgabestelle muss die Voraussetzungen eines normalen Ladens erfüllen“, so Riegraf. Ein großer Posten werde die Elektrik, die in dem alten Gebäude komplett erneuert werden müsse.

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Das Gebäude bleibt im Eigentum der Stadt und wird der Caritas Hochrhein für zehn Jahre zur Verfügung gestellt. Als Ausgleich werden die Investitionskosten für den Innenausbau in der Miete berücksichtigt, so Riegraf. „Mögliche Fördermittel für den Umbau habe man geprüft – für Baukosten sei dies aber leider keine Option“, so Riegraf weiter. Ebenfalls Teil der Vereinbarung zwischen Stadt und Träger sei es, dass die Betriebskosten der Ausgabestelle durch die Einnahmen gedeckt werden.

Sollte dies nicht gelingen, wolle die Stadt hier unterstützen: „Bisher haben wir in jedem Haushalt 4000 Euro für die Tafel eingestellt, das wollen wir beibehalten“, so Thater. Abgerufen wurde dieser Betrag in den zehn Jahren zudem nur ein Mal. Als nächster Schrift sollen nun die Details der Vereinbarung festgehalten werden. Im November könnte die Ausgabestelle in den neuen Räumen die Türen öffnen, so Thater. „Wir könnten morgen früh mit dem Umbau beginnen“, so Riegraf.

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