Seit sieben Monaten läuft die Klärschlammfaulungsanlage in der Wehrer Kläranlage – und erfüllt bislang alle Erwartungen. Davon konnte sich nun der Bau- und Umweltausschuss des Wehrer Gemeinderats bei einem Ortstermin ein Bild machen. Mit dem angeschlossenen 50-KW-Blockheizkraftwerk soll aus den Faulungsgasen so viel Strom erzeugt werden, dass nur noch die Hälfte des in der Kläranlage benötigten Stroms, nämlich 300.000 Kilowattstunden, vom Energieversorger zugekauft werden müssen. Gleichzeitig sinkt die Klärschlammmenge um ein Drittel, was wiederum Entsorgungskosten spart. Nach den Erfahrungen der ersten Monate scheint die Rechnung aufzugehen, wie der technische Geschäftsführer Frank Lückfeldt den Mitgliedern des Bauausschusses erklärte. Auch Bürgermeister Michael Thater ist deshalb überzeugt, dass die 2,6 Millionen-Euro-Investition des städtischen Eigenbetriebs sich wie berechnet innerhalb von 13 Jahren amortisiert.

Auch wenn die Schlussabrechnung noch nicht vorliegt: Frank Lückfeldt konnte von einer unfallfreien Bauphase berichten, die keine größeren Überraschungen brachte. Der ehrgeizige Zeitplan konnte nahezu eingehalten werden, auch finanziell ist nicht mit Mehrkosten zu rechnen. Mit einigen Pflanzungen in der Außenanlage soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Vor allem aus der Perspektive der Wehramündung sollen dann die beiden Faultürme und der benachbarte Gastank optisch verschwinden.

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