Was die Landesregierung nicht für nötig hält, übernimmt der St. Elisabethverein – die Lehrkräfte der Wehrer Grundschulen haben FFP2-Masken erhalten. Dort, wo der Kontakt zwischen der Schülerschar und den Lehrerinnen am engsten ist, soll mit der Spende wieder ein halbwegs normaler Umgang ermöglicht werden. Hans Loritz hat als Vorsitzender vom St. Elisabethverein kurzerhand mit seinem Vorstand zusammen beschlossen, 3000 Euro den Grundschulen für Corona-Aufwendungen zur Verfügung zu stellen. Den beiden Rektorinnen Sonja Dannenberger und Brigitta Theusz kommt die Spende gelegen – beide hatten zum Schulstart bereits FFP2-Masken für ihre Kollegen gekauft.

Für ein Vierteljahr haben die rund 30 Lehrkräfte in den Wehrer Grundschulen einen garantierten Nachschub an Schutzmasken. Darüber hinaus, so Loritz bei der Spendenübergabe, „rechnen wir auch mit sozialen Problemfällen durch und wegen Corona„. Auch dafür sei die Spende gedacht. Entspannung für den Schuletat an allen drei Grundschulstandorten werde indirekt gesichert. Die FFP2-Masken sind selbst bei Sammelbestellungen und Großbezug verhältnismäßig kostenintensiv. Täglich mindestens eine neue Maske habe „sich bereits in der aktuellen Notbetreuung seit zwei Wochen ergeben“, bestätigte die Talschulrektorin Dannenberger. Dort sind drei Gruppen entstanden. Am Standort Zelg und Öflingen sind zusammen vier Gruppen für die Notbetreuung gebildet worden. Schulleiterin Theusz zog gleichzeitig eine erste Zwischenbilanz über den Fernlernmodus. „Der Materialtausch funktioniert, die Eltern holen und bringen die Unterrichtsmaterialien und, wir passen auf, dass kein Kind abgehängt wird“, zeigte sich Theusz von der Kompetenz ihrer Kolleginnen überzeugt.

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Bereits im vergangenen Jahr hat der St. Elisabethverein die Kosten für Mund-Nasen-Masken der Patienten von der Sozialstation übernommen. „In einer Zeit, wo sich alles noch herauskristallisierte, haben wir gehandelt“, so Loritz. Warum die Lehrer an weiterführenden Schulen mit Masken versorgt werden, aber die Ausnahme für Grundschullehrer gemacht wurde, erzürnt Loritz weiterhin – „von dem Unsinn muss endlich abgerückt werden“.

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Dort ist ein intensiver Kontakt eher die Regel, die Schulkinder brauchen direkte Anleitung und suchen die direkte Nähe zu den Lehrkräften. Die Zusammenarbeit mit den beiden Schulrektorinnen „war unkonventionell und über den kurzen Draht hat alles bestens geklappt“, so der Vorsitzende vom Wehrer Hilfsverein. Dannenberger hatte über das Landratsamt die Masken bestellt und die offizielle Übergabe fand am Mittwochnachmittag auf den Stufen vor der Talschule statt.