Die Freiwillige Feuerwehr Wehr hat mit Alexander Gaiser seit März einen hauptamtlichen Gerätewart. Als einziger festangestellter Feuerwehrmann in der Stadt übernimmt Gaiser zukünftig einen großen Teil der Wartung und Dokumentation im Feuerwehrgerätehaus, bringt Fachwissen zum Thema Atemschutz mit und wird als aktiver Feuerwehrmann besonders bei der Tagesbereitschaft mitarbeiten.

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„Ich bin ein überzeugter Anhänger der freiwilligen Feuerwehr“, sagte Bürgermeister Michael Thater. Es habe darum einiges an Überzeugungsarbeit gebraucht, um eine feste Stelle für den Gerätewart zu schaffen. Die Wartung und Dokumentation der Geräte habe aber in einem Umfang zugenommen, dass es durch die Ehrenamtlichen kaum mehr zu leisten sei, so Ordnungsamtsleiter Stefan Schmitz. „Nach dem Großbrand des Kindergartens Seeboden haben wir inklusive Dokumentation drei Wochen für die Nacharbeit gebraucht“, erklärte Feuerwehrkommandant Nico Bibbo.

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Insgesamt belaufe sich der Aufwand auf rund drei Vollzeitstellen – 20 ehrenamtliche Feuerwehrleute seien damit beschäftigt, so Bibbo. Dazu komme der hohe Anspruch an die Arbeitssicherheit und die damit verbundene Sachkunde: „Der Atemschutz ist für uns am wichtigsten, da hängen unsere Leben dran. Krebs durch Rauchgase ist eine anerkannte Berufskrankheit bei Feuerwehrleuten“, erläuterte Bibbo. Die Wartung und Bereitstellung der Atemschutzausrüstung werde darum eine von Gaisers Hauptaufgaben sein.

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Dass der 32-jährige Klettgauer nicht nur fast 20 Jahre Erfahrung bei der Feuerwehr mitbringt, sondern auch seit Kurzem Ausbilder für Atemschutzgeräte beim Landkreis Waldshut ist, sei ein enormer Gewinn für die Feuerwehr Wehr. Auch vonseiten der Stadtverwaltung nimmt man die Gesundheit der Feuerwehrleute ernst und investiert in diesem Jahr 150.000 Euro in neue persönliche Schutzausrüstung. Die aktuelle Ausrüstung sei mehr als zehn Jahre alt, berichtete Bibbo.

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Ein weiterer Bonus sei Gaisers Erfahrung als Feuerwehrmann. „Gerade die Tagesbereitschaft ist eine Herausforderung: Viele arbeiten auswärts“, erklärte Bibbo. Mit Gaiser habe man nun einen weiteren Zugführer, der im Einsatzfall auch wichtige koordinative Aufgaben übernehmen kann. Und der auch mit den Kameraden ausrücken wird: „Sonst hätte ich die Stelle gar nicht angenommen“, sagte Gaiser lachend.

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Seine ersten Wochen in Wehr erlebte der gelernte Werkzeugmechaniker rundum positiv: „Das sind hier super Leute, ich bin sehr freundlich aufgenommen worden.“ Die Position des Gerätewarts wurde bereits im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit Aaron Fröhle besetzt, der bereits seit Längerem Mitglied der Wehrer Feuerwehr war. Es habe sich aber eine „nicht ganz einfache Dynamik“ entwickelt, erklärte Bürgermeister Michael Thater. Darum habe man auf Fröhles Initiative hin das Arbeitsverhältnis zur Mitte des Jahres beendet und nach einem externen Bewerber für die Stelle gesucht. „Aaron Fröhle ist aber weiterhin Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und ist bis jetzt ehrenamtlicher Gerätewart geblieben“, erklärte Thater.