Der Skiclub der Kernstadt geht mit Rudolf Meßmer an der Spitze ins 85. Vereinsjahr. Der seit 21 Jahren amtierende Vorsitzende wurde in der Hauptversammlung für weitere zwei Jahre gewählt. Meßmer steht inzwischen am längsten dem 1937 gegründeten und 561 Mitglieder zählenden Club vor. Nur Peter Schrempp mit sechzehn Jahren konnte einigermaßen Schritt halten.

Für den Skiclub Wehr war die vergangene Wintersaison „eine der besonderen Art“, wie Meßmer resümierte. Geschlossene Skigebiete und Rennverbote als Folge von Corona machten Wintersport schier unmöglich. Einzig Familien wurden Zugeständnisse gemacht. Das nutzte der Club, stellte diesen den vereinseigenen Übungslift zur Verfügung und unter strengen Hygieneauflagen konnten diese ihrem Skivergnügen nachgehen. Eine gute und gern angenommene Sache sei das gewesen, wie Meßmer erfreut konstatierte. Geschlossen bleiben musste jedoch die Skihütte.

Aus der Pandemie das Beste gemacht

Ab Jahresmitte, mit Besserung der Lage, konnte wieder ins Sommerprogramm eingestiegen werden. Radtouren wurden gestartet, der 14. Wehrer Nordic Walk sowie eine Jugend-Olympiade wurden durchgeführt. Eher chaotisch habe sich für Rennsportleiter Peter Laule die Skisaison 2021 angefühlt. Widersprüchliche behördliche Ansagen, Auflagen und Verbote hätten ein geregeltes Training mit dem Nachwuchs erschwert. Jetzt liefen die Vorbereitungen auf den kommenden Winter und den hofft man mit schönen Erfolgen für die Kaderläufer hinter sich zu bringen. Bürgermeister Michael Thater sah Einiges, was dem Club in dieser sehr schwierigen Zeit gelang. „Ihr habt aus der Pandemie das Beste gemacht“, so das Kompliment des Versammlungsgastes an den Club-Vorstand.

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Gut gerüstet in neue Saison

Laut Rudolf Meßmer kann der Verein gut gerüstet in die Wintersaison 2021/22 gehen. Meßmer hofft auf reichlich Schnee und dass die vielen Clubanhänger die vorgenommene Beitragserhöhung genauso akzeptieren, wie die stimmberechtigten Mitglieder. Diese hatten deutlich für die vorgeschlagenen und auf Anregung eines Mitglieds leicht nach oben korrigierten neuen Vereinstarif votiert. Zuletzt vor 15 Jahren waren die Club-Beiträge angehoben worden. Inzwischen müssen 50 Prozent der Einnahmen an die Verbände abgeführt werden. Alleine mit Einsparungen durch ehrenamtliche Arbeit seien die anfallenden Kosten nicht mehr zu decken, wie Meßmer argumentierte. Auch musste erheblich investiert werden, etwa in den Kauf einer Pistenwalze und in die Renovierung der Skihütte.

Wahlen

Bei den Wahlen wurden Rudolf Meßmer (Vorsitzender), Michael Berger (Lehrwart) sowie Bernd Hierholzer (Zweiter Beisitzer) wiedergewählt. Neuer Kassenwart wurde Konrad Witzgall (bisher Sara Jehle). Das vakante Presseamt übernimmt Carmen Stern-Bronner.

Ehrungen

Geehrt wurden Petra Trefzger für ihre 50-jährige Mitgliedschaft; Margot Meiner (40 Jahre); sowie Silva Kummle, Isolde Kummle, Camelo D‘Amore, Kevin Gohn, Dario Behringer, Fabia Behringer, David Dannenberger, Moritz Kappler und Catrina D‘Amore, allesamt für 25 Jahre.

Die neuen Beiträge

Und das sind die neuen Vereins-Beiträge, in Klammern die bisherigen: Kinder 20 Euro (15.-), Erwachsene 23 Euro (25,-), Ehepaare 50 Euro (35,-) und Familien 60 Euro (55,-). Verzichtet wird in Zukunft auf die Aufnahmegebühren.

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