Seit fünf Jahren gibt es den Kanu Sport Verein in Wehr. Seitdem haben die jungen Leistungssportler einige Erfolge erpaddelt, mit Stand-Up-Paddeling (SUP) wurde in diesem Jahr der Freizeitsportbereich erweitert. Nächstes Jahr kommt der lang erwartete Steg, für das Vereinsheim wird derzeit noch nach Sponsoren gesucht.

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Noch im März sah es düster aus für die Wassersportler: Wettkämpfe und Trainingslager wurden abgesagt, selbst das Training musste zunächst im kleinsten Kreis stattfinden. „Auch dieses Jahr hatten wir, gerade mit der Jugendmannschaft, sehr ambitionierte Pläne. In den letzten Jahren konnten einige Top-Platzierungen bei Baden-Württembergischen Meisterschaften und auch sogar auf Deutschen Meisterschaften erreicht werden“, so Rothe.

Wasserspaß: Trainingslager wie dieses im vergangenen Jahr sorgen für viel Freude bei den jüngsten Vereinsmitgliedern.
Wasserspaß: Trainingslager wie dieses im vergangenen Jahr sorgen für viel Freude bei den jüngsten Vereinsmitgliedern. | Bild: Verein

Auch eine Feier zum fünfjährigen Bestehen kam erst einmal nicht infrage – auch weil die Paddler bis heute noch kein festes Vereinsheim haben. Und doch entwickelte sich das Jahr dank der Lockerungen im Sommer besser als erwartet, freut sich Rothe. So richtete der Verein eine interne Regatta aus, bot ein mehrtägiges Trainingslager an und veranstaltete zum ersten Mal SUP-Kurse. „Der Vorteil war, dass wir nicht zeitaufwendig Hunderte von Kilometern Anreise bewältigen mussten und dass wir entlang der Strecke einige Zuschauer aus der direkten Nachbarschaft begrüßen konnten.

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Die Eltern unserer Sportler und die Trainer waren dabei eine große Unterstützung“, freut sich Rothe. Auch die Leistungssportler konnten an einigen Wettkämpfen teilnehmen: Zwar wurde die Qualifikation für die Jugendnationalmannschaft abgesagt, doch qualifizierte sich Paul Liedek für drei Endläufe bei der Deutschen Meisterschaft und schnitt mit guten Ergebnissen ab. Auch Bruno Liedek schaffte hier mit drei Finalteilnahmen in der Jugendklasse einen großen Erfolg, trotz der schwierigen Bedingungen zum Jahresbeginn.

Im nächsten Jahr stehen große Projekte an: Das Bootshaus und der neue Steg. Letzterer wird im Rahmen des IBA-Basel-Projekts Rheinliebe – Rheinuferweg extended mit Fördermitteln und durch die Stadt finanziert. „Diese Unterstützung ist super, das Warten hat sich gelohnt“, so Rothe. Auf Hilfe ist der Verein auch beim Bootshaus angewiesen. Aktuell sind Boote und Umkleiden in einfachen Containern untergebracht – Toiletten und Waschgelegenheiten fehlen. „Mit dem Wachstum des Vereins brauchen wir nun dringend auch ein Bootshaus. Dafür suchen wir noch Sponsoren und Helfer“, so Rothe. Helfer seien überaus willkommen und auch Kleinstbeträge würden weiterhelfen. So könne man auch im nächsten Jahr wieder auf Regatten fahren, Drachenboot-Rennen besuchen, Kurse anbieten und darüber hinaus auch wieder am Sommerferienprogramm teilnehmen.