Zum Jahresbeginn 2020 hat das „Hirschstübli“ in Hasel geschlossen, im September auch das die Pizzeria „Pflug“. Dessen Wirt Salvatore Sciliro hat mit der Familie das Sportheim des SV Hasel übernommen. Seither gab es nur noch dort und im Hotel-Restaurant „Erdmannshöhle“ der Familie Völker ein gastronomisches Angebot. Nun hat auch das Lokal der Familie Völker geschlossen – die Gastronomie in Hasel beschränkt sich auf die italienische Küche im Sportheim.

Eine bedauerliche Entwicklung, wie auch Bürgermeister Helmut Kima sagt. Die Schließung des Restaurants „Erdmannshöhle“ habe nicht direkt mit Corona und den durch die Verordnungen bedingten Schwierigkeiten für Gastronomen zu tun, sagt Kima. Das bestätigt Horst Völker.

Der Wirt spricht davon, dass er sich angesichts von nicht vorhandener Nachfolge in der Führung der Gaststätte mit Hotel umorientieren musste. Derzeit läuft der Umbau der Ortsbild prägenden Liegenschaft zu einem Wohnungsprojekt.

Bild: Ralph Lacher

Wie Bürgermeister Helmut Kima ausführt, laufen auch im „Pflug“ Bauarbeiten – die Vakanz dort wird mittelfristig enden. Der neue Besitzer will das Haus nach dem Umbau als Gaststätte verpachten. Dann habe man immerhin wieder zwei Gaststätten im Dorf, aber keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr, so Kima. Die Entscheidung der Familie Völker sei zu verstehen, denn es gelte für die Völkers, ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern, so Kima.

Die Situation der Gastronomie in Hasel sei keine Einzelerscheinung, sondern ein Problem des ländlichen Raums, sagt Kima. Corona habe diese Situation befeuert, zumal neben den Problemen einer langen Zwangsschließung die schon vorhandenen Schwierigkeiten im Bereich Mitarbeitende noch größer wurden. So gehen mit der Schließung der „Erdmannshöhle“ auch Arbeitsplätze im Dorf verloren.

Bild: Ralph Lacher

Immerhin entstünden im „Pflug“ wieder welche, so der Bürgermeister. Er hofft darauf, dass die Hasler die gastronomischen Angebote nutzen. Wenn die Corona-Einschränkungen zurückgefahren werden und das soziale Leben Fahrt aufnimmt, wird auch Ausgehen wieder mehr gepflegt, hofft Kima. Auch die anderen Aktivitäten, angefangen von Proben und Training der Kultur- und Sportvereine über Feste bis zur Buurefasnacht, sehne man nicht nur im Hasler Rathaus herbei. Kima weist darauf hin, dass die Kommune die Tropfsteinhöhle nach zwei Jahren Schließung im Laufe dieses Jahres für den Publikumsverkehr öffnen will.

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