Auch die Hauptversammlung brachte keine Änderung. Noch bis September will Regina Schmied weitermachen, was dann kommt, ist unklar.

Das langjährige Vorstandsmitglied Schmied hat schon mehrmals erklärt sich von ihren Aufgaben zurückziehen zu wollen. Sie ist noch immer da. Einerseits, weil sich niemand für das Vorsitzenden-Amt finden ließ, andererseits sie die Awo nicht hängen lassen will. Nur kann dieses Spiel nicht endlos fortgesetzt werden. Deshalb drängt sie jetzt auf eine Lösung im Herbst.

Intern unter den 51 Mitgliedern jemanden zu finden, schlug genau so fehlt, wie der Weg über die Öffentlichkeit. Versucht zu helfen, haben am Samstag im Wehrer Awo-Heim Kreisvorsitzender Hidir Gürakar, Stadträtin und Bürgermeister-Stellvertreterin Sabine Kramer-Rempe sowie Susanne Andres, Vorsitzende des Wehrer Stadtseniorenrats. So gut gemeint deren Ratschläge und auch die aufgezeigten Wege waren, was es braucht bei der Awo, sind neue Mitglieder und Anwärter auf die Führungsposten. So wie es aussieht, möchten alle im engeren Vorstand aufhören, werden aber nicht abrupt gehen. Deshalb der neue Termin einer außerordentlichen Versammlung.

Kramer-Rempe schürte Optimismus und wies auf eine Initiative von Bürgermeister Thater hin. Sie selbst würde es sehr bedauern, käme das Aus für die Awo. Die Stadt brauche diese. Ein Bekenntnis das auch Gürakar unterstrich. In dieser Organisation arbeiten Menschen für Menschen mit gesellschaftlichen und sozialen Nachteilen. Wie Regina Schmied den Versammelten erklärte, hätte man in den beiden Corona-Jahren über 20 Mitglieder durch Austritt und Tod verloren. Während dieser Zeit konnte auch nur eine „Notweihnachtsfeier“ und lediglich eine Informationsveranstaltung angeboten werden. Bei der üblichen Weihnachtsfeier für das Wehrer Pflegeheim wurde auf den direkten Kontakt verzichtet. Völlig ausgeschlossen im Lockdown war das Vermieten der Begegnungsstätte. Die dadurch verpassten Einnahmen fehlen jetzt den sozialen Projekten.

Mussten die Wahlen aus der Tagesordnung gestrichen werden, so nicht die Ehrungen. Geehrt wurden Christel Janke (35 Jahre), Hans-Jörg Leber (20), Martina Leber (20), Helga Krupka (20), Christine Dannenberger (15) und Ingeborg Obergfell (10).