Keinen Erfolg hatte der frühere Fahrradbeauftragte der Stadt Bad Säckingen, Bernhard Biendl, in seinem Bemühen um sichereren Fahrradverkehr auf der Bundesstraße 34. Nachdem die Fahrrad- und Fußgängerbrücke bei Brennet derzeit wegen der schweren Hochwasserschäden für mehrere Wochen gesperrt ist, müssen die Fahrradfahrer auf der Strecke zwischen Schwörstadt und Wallbach nun auf die ungleich gefährlichere Bundesstraße ausweichen. Für Bernhard Biendl ein guter Grund, beim Straßenverkehrsamts des Landratsamts Waldshut anzuregen, die Autofahrer auf der B34 auf den vermehrten Fahrradverkehr hinzuweisen und vorübergehend neben einem Warnschild (“Achtung Radfahrer“) auch ein Zusatzzeichen „Zwei Meter Sicherheitsabstand“ anzubringen. Dies könne die Sicherheit der Fahrradfahrer auf dieser viel befahrenen Straße deutlich erhöhen, so Biendls Gedanke. Auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrradfahrer werde durch die Maßnahme erhöht.

Bei der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt Waldshut fiel die Idee Biendls allerdings nicht auf den erhofften fruchtbaren Boden. „Grundsätzlich ist das Radfahren auch auf Bundesstraßen erlaubt, ohne dass es hierfür Gefahrzeichen oder Hinweise über den Seitenabstand bedarf. Die Notwendigkeit einer Beschilderung stellt sich daher grundsätzlich erst einmal nicht bzw. ist von der Straßenverkehrs-Ordnung auch nicht vorgesehen“, teilte der Leiter der Behörde Peter Ackenheil in einer Antwort an Bernhard Biendl mit.

Wenig hilfreich für Radfahrer ist auch Ackenheils Vorschlag, zwischen Schwörstadt und Brennet die vorhandenen Zugverbindungen zu nutzen, die auch eine Fahrradmitnahme ermöglichen. „In der Übergangszeit auf einen Pkw umzusteigen, könnte gegebenenfalls ebenfalls eine Option darstellen“, so Ackenheil. „Vor dem Hintergrund, dass nach Auskunft der Stadt Wehr die Radwegbrücke über die Wehramündung im Laufe der Kalenderwoche 10 ( ab 8. März 2021) wieder benutzbar sein soll, gehen wir davon aus, dass sich diese Zeitspanne mit vertretbarem Aufwand für Sie überbrücken lässt.“