Die Sternsinger der Kernstadt konnten erneut das Vorjahresresultat übertreffen. 23 326 Euro – so lautet das Ergebnis der Aktion 2017. Sie stand unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein, gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit". Am Dreikönigstag ist in Wehr die diesjährige Sternsingeraktion offiziell beendet worden.

An fünf Tagen waren insgesamt 31 Kinder und 16 Begleitpersonen, aufgeteilt in neun Gruppen, in der Stadt unterwegs, um die einzelnen Häuser und Wohnungen zu segnen, deren Bewohner mit Liedern und Gedichten zu erfreuen und um eine Spende zu bitten. Überall sei man freundlich aufgenommen worden und auch die Gaben seien reichlich geflossen, wie die Pressesprecherin der Sternsinger, Saskia Siebold, in ihrem Resümee betont. Es hätte sich schon bald abgezeichnet, dass man wiederum auf ein schönes Ergebnis hinsteuern würde. Und der erste Eindruck bestätigte sich beim großen Kassensturz, wo alle Tageseinnahmen zusammengezählt und Gesamtbilanz gezogen wurde.

Am fünften Tag sei noch zusätzlich eine Dreiergruppe größerer Könige losgeschickt worden, weil man unbedingt das vorgegebene Zeitlimit einhalten wollte. Die haben letztlich dafür gesorgt, dass man sich am Dreikönigstag ganz auf den Abschlussgottesdienst konzentrieren konnte und dennoch ein neues Rekordergebnis zustande kam, so Siebold in ihrem Rückblick. Insgesamt seien aber die Vorzeichen auf die Aktion 2017 nicht günstig gewesen. Wir hatten dieses Mal so wenig Kinder wie noch nie. Es reichte in jeder Gruppe gerade zur Stammbesetzung mit den drei Königen, Stern- und Säckleträgern und deren Begleitung. Das muss im nächsten Jahr auf jeden Fall besser werden, wollen wir unsere Mission des Helfens weiter erfüllen und auch künftig der Bevölkerung das Dreikönigssingen bieten.

Interessant ist der Blick in die Spendenkasse. Dieser offenbart, dass die Wehrer einfach großzügig sind und diese gute Sache gerne unterstützen. 300 Euro war der Einzelspendenrekord. Scheine gab es in Massen.

Insgesamt 1800 Stück verschwanden in den Sammelbüchsen, was über 20 000 Euro an Banknoten ergibt. Der Rest war Hartwährung. In dem Wehrer Gesamtbetrag sind 1700 Euro aus Hasel enthalten, das kirchlich zur Pfarrei Sankt Martin gehört.

Die Wehrer Spendengelder werden vom katholischen Pfarrbüro an die Spendenzentrale in Aachen überwiesen und von dort dann wunschgemäß an die von den Wehrer Sternsinger genannten Adressen weitergeleitet. Vier Einrichtungen in Südamerika hat deren Leiterrunde als Empfänger bestimmt. Granja El Ceibo, Provinz Santa Fe und Kinderpastoral in Buenos Aires in Argentinien, Mädchenheim Laura Vicuna Chile und Kindergarten Desarrollo Solidario in Peru.