Wenn die Wehrer Stadthalle im kommenden Jahr 30 Jahre alt wird, wird sie in einem völlig neuen Licht erscheinen. Schon im Sommer soll die Beleuchtung komplett von Glühlampen auf energiesparende LED-Technik umgerüstet werden. 120 000 Euro hat die Stadt dafür bereitgestellt, wie viel sie tatsächlich investiert, ist aber noch unklar. Den hohen Investitionskosten steht ein ebenso hohes Einsparpotenzial gegenüber: Bis zu 80 Prozent Strom sollen die LED-Lampen weniger verbrauchen.

Welches Modell?

Bleibt die Geschmacksfrage: Zwar ist klar, dass neue Lampen installiert werden, über die Frage der Anzahl und vor allem der Modelle herrscht aber noch keine Einigkeit. Der Elektrotechniker Holger Flöss stellte dem Bauausschuss ein erstes „zweckmäßiges und wirtschaftliches“ Beleuchtungskonzept vor, dies stieß allerdings nicht auf ungeteilte Begeisterung. Hier wird der Gemeinderat wohl noch einige Diskussionen führen müssen.

„Hermfried Richter war nicht nur Architekt der Stadthalle, sondern auch ein Künstler. Die ganze Halle ist bis ins Detail durchdacht“, warnte Christoph Schmidt (Freie Wähler) davor, sich gleich für die erstbeste Lösung zu entscheiden. Bei der Erneuerung der Beleuchtung müsse man sich entsprechende Gedanken machen werden, damit das Licht, die Leuchtkörper und die Architektur miteinander harmonieren.

Ringförmige Pendelleuchten?

Vor allem im Bereich der Emporenbeleuchtung sind Diskussionen zu erwarten: Da hier eine Erneuerung nach bisherigem Muster schwierig – und vor allem teuer! – erscheint, schlug Holger Flöss völlig neue Lampenformen vor: Statt der quadratisch angeordneten Einzelleuchten, die das Muster der Deckenverkleidung aufgreifen, empfahl er ringförmige Pendelleuchten. „Über die Größe und Anzahl lässt sich diskutieren“, so Flöss.

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Auch bei der eigentlichen Saalbeleuchtung schlug Flöss eine neue Lampenform vor: LED-Lichtleisten sollen die einzelnen Strahler ersetzen. Hierfür konnte sich Bürgermeister Michael Thater allerdings nicht erwärmen. Bevor der Gemeinderat die Aufträge ausschreibt, sollen bis Ende Februar deshalb mehrere Alternativvorschläge für Saal- und Emporenbeleuchtung vorgelegt werden.

Im Sommer sollen Arbeiten erfolgen

Unstrittig ist hingegen die künftige Beleuchtung im Vorraum und kleinen Saal: Hier ist eine „bestandsnahe Erneuerung“ der Lampen möglich. Für die Arbeiten hat die Stadtverwaltung den Zeitraum zwischen 8. Juli und 6. September vorgesehen, in denen die Stadthalle nicht für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Keine Brandmeldeanlage

Auf eine Brandmelde- beziehungsweise Alarmierungsanlage für die Stadthalle soll hingegen verzichtet werden. „Jeder der 101 Räume in der Stadthalle verfügt über zwei Fluchtwege“, so Michael Thater. Eine Brandmeldeanlage sei deshalb keine Vorschrift. „Mit einer solchen Anlage verhindern wir keinen Brand“, ergänzte Christoph Schmidt. Hans-Peter Felber sieht hingegen die Gefahr von einer Zunahme von Fehlalarmen.