Die Weihnachtsstadt Wehr präsentiert sich in diesem Jahr mit einigen Neuerungen. Vor allem der Nikolausmarkt ist davon betroffen, wie Stephan Ruthe, Vorstandsmitglied der Service-Gemeinschaft Wehr, im Gespräch mit dem SÜDKURIER mitteilt. Zwar wird am Samstag, 1. Dezember, die gesamte Hauptstraße für den Verkehr gesperrt, die Kernzone des Nikolausmarkts wird künftig aber nur noch im südlichen Teil zu finden sein, dort aber deutlich kompakter und stimmunsgvoller als bisher. "Der Wehrer Nikolausmarkt ist einer der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte in der Region", erklärt Ruthe. Zum 44. Mal findet er in diesem Jahr statt.

Tradition allein ist kein Selbstläufer

Weil sich das Angebot im Laufe der Jahre aber immer weiter reduzierte, wurden die Lücken zwischen den einzelnen Ständen teilweise zu groß – und das weihnachtliche Flair ging stellenweise verloren. Nun reagiert die Service-Gemeinschaft und kündigt Verbesserungen an: Der Nikolausmarkts soll kleiner, aber dafür auch deutlich feiner werden: Das Hauptgeschehen findet nur noch im südlichen Teil der Hauptstraße statt – also zwischen Waldstraße und Storchenstraße.

Talschulplatz wird zum Treffpunkt

Der Talschulplatz soll dafür stärker in das Geschehen einbezogen werden. Hier werden die weihnachtlichen Buden im Kreis um den großen Weihnachtbaum aufgestellt und somit der Platzcharakter hervorgehoben. Vor allem Glühwein, Essens- und Getränkestände werden hier stehen. Statt Musik aus der Konserve werden hier verschiedene Chöre aus Wehr und der Region für weihnachtliche Stimmung sorgen. Eine besondere Attraktion wird der Dossenbacher Gospelchor sein, der mit seinem "Gospel-Truck" auf den Talschulplatz auffährt.

Weitere Teilnehmer können sich noch melden

Bislang haben rund 40 Geschäftsleute ihre Teilnahme am 44. Nikolausmarkt angekündigt. "Es dürfen sich aber auch gerne noch mehr melden", so Stephan Ruthe, der die Organisation des Markts gemeinsam mit Klaus Frey übernommen hat. Ob Vereine, Geschäftsleute, soziale Initiativen oder auch Privatpersonen – alle Interessierten aus Wehr und Umgebung sind willkommen. Auch beim Angebot gibt es kaum Einschränkungen. "Wir wünschen uns natürlich möglichst viele weihnachtlich geschmückte Stände", so Ruthe.

Dass es die Zahl der Anbieter in den vergangenen Jahren zurückging, sei kein Wehrer Phänomen. In Todtmoos finde in diesem Jahr wegen des hohen organisatorischen Aufwands überhaupt kein Weihnachtsmarkt statt, auch in anderen Städten fallen die Adventsmärkte deutlich kleiner aus. Gerade Vereine hätten zunehmend Probleme, ehrenamtliche Helfer zu finden, zumal jeder Verein im Jahresverlauf auch eigene Veranstaltungen zu bewerkstelligen habe, erklärt Ruthe. Selbst für de Vorstand der Service-Gemeinschaft sei der Organisationsaufwand kaum noch zu schaffen. Deshalb soll neben der Händlervereinigung ab 2019 auch die Stadt Wehr als Mitveranstalter auftreten. Eine Absage des Marktes sei für ihn aber nie in Frage gekommen. "Mit solch einer Tradition bricht man nicht so leicht", so Stephan Ruthe, dessen Vater Klaus als Erfinder des Wehrer Nikolausmarkts gilt.

Glückssterne gibt es ab 23. November

Unverändert läuft in diesem Jahr die Glücksstern-Aktion: Wer ab 23. November in einem der teilnehmenden Wehrer Geschäfte einkauft, erhält einen nummerierten Glücksstern. Je mehr Endziffern mit der Gewinnnummer übereinstimmen, die am 14. Dezember gezogen wird, desto höher ist der Gewinn. Als Hauptpreis winkt auch in diesem Jahr ein Einkaufsgutschein im Wert von 500 Euro. Insgesamt werden Gutscheine im Wert von 6500 Euro ausgelobt.

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