Wehr Wehr baut an seiner Zukunft

Ausblick auf die wichtigsten Ereignisse 2018: Das Brennet-Areal wird die Innenstadt verändern

Welches werden in Wehr und Öflingen die wichtigsten Themen des Jahres 2018 sein? Wo wird sich die Stadt verändern? Auch in diesem Jahr wagen wir einen Ausblick auf die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen.

  • Brennet-Areal: Man braucht keine Glaskugel, um die die größte Wehrer Baustelle des Jahres vorherzusehen. Fünf Jahre nach dem Aus für die Textilproduktion beginnt im Laufe des Jahres der Umbau des Wehrer Brennet-Areals zu einem attraktiven Einkaufszentrum in der Innenstadt. An städtischen Mitteln stehen knapp zwei Millionen Euro bereit, die in das neue innerstädtische Herz fließen sollen – auch deshalb, weil bereits im vergangenen Jahr Mittel eingeplant waren. Der Abriss der alten Fabrikhallen wird wohl mehrere Monate dauern. Ob noch in diesem Jahr schon mit dem Neubau begonnen werden kann, ist eher unwahrscheinlich.
    So soll die Zufahrt zum Wehrer Brennet-Areal Im Hammer einmal aussehen. Rechts der Fabrikverkauf, dahinter das Café Denkpause. <sup></sup><em>Entwurf: Planungsbüro Baldauf</em>
    So soll die Zufahrt zum Wehrer Brennet-Areal Im Hammer einmal aussehen. Rechts der Fabrikverkauf, dahinter das Café Denkpause. Entwurf: Planungsbüro Baldauf | Bild: Planungsbüro Baldauf
  • Ein neuer Kindergarten mit Familienzentrum entsteht ab Frühsommer in der Georg-Kerner-Straße – und das komplett in Holzbauweise. „In sechs Wochen könnte der Rohbau stehen“, kündigte Architekt Peter Schanz jüngst im Gemeinderat an. Die Fertigstellung und Einweihung des Kindergartens, der Platz für bis zu fünf Gruppen bieten wird, plant die Stadt aber erst für 2019. Weil der Kindergarten auf der Grünfläche entsteht und nicht wie ursprünglich geplant an der Stelle des alten Krankenhauses, bleibt das Gründungshaus der Wehrer Bürgerstiftung länger stehen, als noch vor einigen Jahren gedacht. Für den eigentlich schon 2015 beschlossenen Abriss stehen in 2018 keine Mittel bereit.
    Ökologische Maßstäbe setzt der neue Kindergarten in der Georg-Kerner Straße, der ab Mitte des Jahres entsteht. <em>Entwurf: Architekten Schanz</em>
    Ökologische Maßstäbe setzt der neue Kindergarten in der Georg-Kerner Straße, der ab Mitte des Jahres entsteht. Entwurf: Architekten Schanz | Bild: schanz
  • Wohngebiet: Bis Ende des Jahres sollen die ersten Bauherren im Öflinger Wohngebiet Breit II mit dem Hausbau beginnen können. Schon jetzt gibt es über 100 Interessenten für die 36 Bauplätze. Um der hohen Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden, soll bereits im Laufe des Jahres mit den Vorbereitungen für das nächste Baugebiet begonnen werden. Laut aktuell gültigem Flächennutzungsplan gibt es hierfür noch zwei Optionen: Die Erweiterung des Baugebiets Meierhof, die laut Bürgermeister Thater allerdings derzeit aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist. Die zweite Möglichkeit ist die Bebauung des Habiken südlich der Novartis. Weiterhin steht die Innenverdichtung im Fokus, mit der bestehende Baulücken geschlossen werden sollen und zusätzlicher Wohnraum durch private Grundstückseigentümer Investoren geschaffen werden kann.
  • Kultur: Einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres wird wieder die Verleihung des Lothar-Späth-Förderpreises für geistig behinderte Künstler sein. Stargeigerin und Ehrenbürgerin Anne-Sophie Mutter hat bereits ihr Kommen angekündigt. Eine Premiere wird das Openair-Blues-Festival sein, das das Wehrer Kulturamt in Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten Schopfheim und Bad Säckingen organisiert. Apropos Kulturamt: Für dessen Leiter Reinhard Valenta wird 2018 das letzte Jahr als Kopf des Wehrer Kulturbetriebs sein. Nach 27 Jahren in dieser Funktion geht er im Laufe des Jahres in Ruhestand.
  • Kommunalpolitik: Mit der Bürgermeisterwahl am 25. Februar steht der kommunalpolitische Höhepunkt des Jahres schon früh im Jahreskalender. Wird es wieder ein Solo-Wahlkampf für Michael Thater, der sich für seine dritte Amtszeit bewirbt? Oder findet sich noch ein Gegenkandidat für den Amtsinhaber? Dies wird spätestens am 29. Januar feststehen, wenn die Bewerbungsfrist endet.

Und welche Themen stehen im Gemeinderat auf der Agenda? Wie Bürgermeister Thater ankündigt, wird sich der Rat intensiv mit dem neuen Stadtentwicklungskonzept befassen, bei dem sich ausdrücklich auch die Bürgerschaft einbringen soll. Das Konzept dient als Grundlage für die anschließende Fortschreibung des Flächennutzungsplans. Weitere Schwerpunkte sind die Schulentwicklung sowie die kommunale Daseinsvorsorge: Die Stadt wird prüfen, ob die Bürgerstiftung künftig selbst eine Arztpraxis betreiben soll und sich so die Ärzteversorgung verbessern lässt.

  • Jubiläen und Feste: Groß gefeiert wird im Sommer die Städtepartnerschaft mit Bandol. Nachdem die 50-jährige Jumelage im Dezember 2017 in Bandol gefeiert wurde, soll es nun in diesem Jahr in Wehr standesgemäß begangen werden. 50 Jahre alt wird auch die Modellfluggruppe Wehr, die aus diesem Anlass Anfang April eine große Modellbauausstellung in der Stadthalle plant. In Planung ist Ende September der achte Enkendorfmarkt, der wieder zum Besuchermagnet werden soll.
  • Wirtschaft: Novartis, der größte Wehrer Arbeitgeber, kann in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiern: Vor 75 Jahren siedelte sich das Basler Unternehmen Ciba AG in Wehr an, nachdem die Produktionstätte in Berlin-Wilmersdorf im zweiten Weltkrieg ausgebombt worden war. Die zunächst provisorische Niederlassung in einer Halle der Teppichfabrik Wehra war die Grundlage für die spätere Ansiedlung der deutschen Konzernzentrale am heutigen Standort.

Neue Nachbarn bekommt die Novartis im für die Stadt wichtigen Industriegebiet Rossmatt. Bevor sich hier Betriebe ansiedeln, werde allerdings zunächst der südliche Teil des Gebeietes erschlossen, teilte Bürgermeister Thater mit.

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