Wehra und Hasel sind in gutem Zustand, die Kläranlage arbeitet im Optimum. Der aktuelle Bericht des Gewässerschutzbeauftragten und technischen Leiters der Kläranlage, Frank Lückfeldt, sorgte für Freude im Gemeinderat. Ungeklärt bleibt jedoch der Fischmangel in der Wehra unterhalb des Haselzulaufs.

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Viele Zahlen hatte der technische Leiter der Kläranlage, Frank Lückfeld, im Gepäck, wichtige Parameter, die Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Wehrer Kläranlage geben. Wie etwa der CSB-Wert, kurz für den chemischen Sauerstoffbedarf, und ein Hinweis darauf, wie schmutzig das Wasser ist. Dazu kommen Stickstoff- und Phosphorgehalt aus den organischen Abfällen im Wasser. In allen Bereichen liege die Abbauleistung auf einem sehr guten Niveau, teilte Lückfeldt mit. „Die Anlage wird im Optimum gefahren“, ergänzte Bürgermeister Michael Thater. Bei einer gleichzeitig sinkenden Gesamtdurchlaufmenge durch die geringen Niederschläge und somit einer geringen Verdünnung der Abwässer sei dies ein erfreuliches Ergebnis.

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Immer wieder habe der Angelsportverein als Pächter der Wehrer Gewässer einen sehr geringen Fischbestand im unteren Bereich der Wehra feststellen müssen, sagte Thater. Die nun im Rahmen eines Gutachtens ausgeführten chemischen und biologischen Untersuchungen hätten allerdings keine Auffälligkeiten gezeigt. „Unterhalb der Haselmündung hat die Wehra ein Problem. Welches, wissen wir nicht“, musste Bürgermeister Thater zu diesem Thema abschließend feststellen.

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Sorgen hinsichtlich neuer Herausforderungen wie Medikamentenrückstände und Mikroplastik äußerte Stadtrat Christoph Schmidt (FW). Hier zahle sich die große Reservefläche der Anlage aus, sagte Thater. Allerdings müsse man nicht unbedingt Vorreiter sein. „In den nächsten zehn Jahren gibt es Veränderungen, etwa neue Sandfilter“, erklärte Lückfeld. Deutlich gestiegen seien die Kosten für die Entsorgung von Klärschlamm von 75 Euro pro Tonne im vergangenen Jahr auf nun 115 Euro pro Tonne.

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„Hier haben wir mit dem Bau der Klärschlammfaulungsanlage richtig reagiert“, stellte Stadträtin Claudia Arnold (Grüne) fest. Deren Bau liege sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen, informierte Lückfeldt. Vor zwei Wochen sei der Deckel betoniert worden. Als Nächstes folge das Fundament für den Gasspeicher und die Zuleitungen. Mit der Klärschlammfaulungsanlage soll aus den Überresten der Wasserreinigung Strom und Wärme für den Betrieb der Kläranlage gewonnen werden. Die zu entsorgende Schlammmenge und damit die Entsorgungskosten reduzieren sich dadurch deutlich.