Die Deutsche Telekom hat in dieser Woche in den Wohngebieten Zelg und Seeboden mit den Tiefbauarbeiten zum Vectoring-Ausbau des eigenen Leitungsnetzes begonnen. Dies teilte Bürgermeister Michael Thater mit, der die Maßnahme sehr kritisch sieht: Die Telekom verbinde ihre Verteilerkästen mit Glasfaserleitungen, was in der Folge zwar bei vielen DSL-Kunden für spürbar schnellere Leitungen (bis zu 100 MB Download-Geschwindigkeit) sorgen werde. Allerdings habe die veraltete Technik auch einen entscheidenden Nachteil: Die Verbindung von den Verteilerkästen zu den Kunden bleibe ein Kupferkabel. Je weiter die Entfernung zum nächsten Verteilerkasten, desto langsamer werde die Datenverbindung. Die Stadt strebt deshalb statt des Vectoring-Ausbaus einen Ausbau mit einem Glasfasernetz bis zu den Endkunden an. Ob der Vectoring-Ausbau der Telekom Einfluß auf mögliche Fördermittel beim städtischen Ausbau des Breitbandnetzes haben kann, sagte Thater nicht. "Es ist eine Maßnahme, die wir nicht verhindern können", so Thater.

Bild: Steller, Jessica