„Wieder eine zähe Kiste, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.“ Sammy Lemke-Maier klang bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend der SpVgg Brennet-Öflingen wie Jürgen Klinsmann. Jetzt ist die Erste Mannschaft der Brennet-Öflinger zwar in der Kreisliga A, die Herthaner von Klinsmann noch in der ersten Bundesliga, aber – die fußballerischen Ambitionen gleichen sich. Die Sportvereinigung ist wieder im zähen Klein-Klein. Trotzdem, Vorsitzender Lemke-Maier schaut nach vorne, setzt auf die nachkommenden Talente und bereitet seinen Abtritt in zwei Jahren konsequent vor. Nach zehn Jahren als Vorsitzender des Traditionsvereins SpVgg Brennet-Öflingen soll Ende 2021 Schluss sein.

Thomas Grether (rechts) ist von der SpVgg Brennet-Öflingen zum Ehrenmitglied befördert worden. Seit Jahrzehnten leistet Grether gleichzeitig bei den Heimspielen den Dienst als Rotkreuzler, auch dafür ist vom Verein gedankt worden.
Thomas Grether (rechts) ist von der SpVgg Brennet-Öflingen zum Ehrenmitglied befördert worden. Seit Jahrzehnten leistet Grether gleichzeitig bei den Heimspielen den Dienst als Rotkreuzler, auch dafür ist vom Verein gedankt worden. | Bild: Gerd Leutenecker

Der Höhenflug in der Bezirksliga hat Spuren hinterlassen. Aufräumen, an den Verein denken, „und zur Rückrunde wieder Gas geben“ – Lemke-Maier setzt weiterhin auf die Faszination Fußball. Zaubern kann er nicht, aber für Ruhe hat der Vorsitzende gesorgt. Und genügend Gleichgesinnte sind um den Vorsitzenden geschart. Auf die Trainer Urs Keser und Toni Vella wird gesetzt. Da ist viel Verletzungspech bei den Brennet-Öflinger zusammengekommen, manch unnötige Unbeherrschtheit, aber Fußball bleibt eben ein Sport der Emotionen. Keine Frage, die Blau-Weißen bleiben eine Hausnummer im Bezirk. Zwei Jahre mit vermeintlichen Stars, – „da waren leider falsche Charaktere dabei“, blickt Lemke-Maier selbstkritisch zurück. Doch der Abstieg ist zwischenzeitlich abgehakt. Heute dümpeln die Brennet-Öflinger noch im Mittelfeld der Kreisliga A.

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Ein ganz schwieriges Jahr war das aktuelle, die treuen Vereinsmitglieder haben sich dennoch bei der Hauptversammlung blicken lassen. Und ein einstimmiges Ergebnis für den Vorsitzenden ist dabei herausgekommen. Da ist der Unterschied wahrscheinlich zur Toppetage im Bundesligaalltag. Die Sportvereinigung will keinen Scherbenhaufen. „Die Söldner – das geht halt selten gut“ kam als abschließende Bewertung vom Vorsitzenden und damit war das Thema abgehakt.

Axel Hüttner und Jürgen Kessner traten als Beisitzer nicht mehr zur Wahl an. Die mit fixen Aufgaben versehenen Posten übernehmen Patrick Böhler und Manuel Hilpert. „Das ist als Einarbeitungsmöglichkeit für weiteres gedacht“, stellte Lemke-Maier in Aussicht. Für Platz und Raum sind die Voraussetzungen jetzt geschaffen, eine vereinsinterne Umstrukturierung ist von den anwesenden Mitgliedern abgesegnet worden.

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Lichtblick bleibe die Jugendarbeit und der Nachwuchs. Inge Schneider stellte umfassend als Jugendleiterin die sportliche Weiterentwicklung vom Verein vor. 90 Kinder und Jugendliche sind von den Bambinis bis zur B-Jugend im Spielbetrieb. Die Spielgemeinschaften mit dem SV Schwörstadt haben sich bestens entwickelt und sind ein Fundament für die Sportvereinigung Brennet-Öflingen geworden. Die jungen Frauen sind zusammen in einer Spielgemeinschaft mit Bergalingen. „Zwölf Jugendtrainer kommen aus den eigenen Reihen, das ist eine perfekte Unterstützung“, so Schneider abschließend.

Zwei Ehrenmitgliedschaften sind vom Verein ausgesprochen worden. Mike Klein und Thomas Grether haben nach 40 Jahren Mitgliedschaft nun einen Ehrenstatus erreicht. Grether ist in seiner Funktion als DRKler weiterhin bei Heimspielen am Spielfeldrand präsent.

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