Wenn in Öflingen die letzten Blätter leise von den Bäumen fallen, werden in der Schulsporthalle die Instrumente für die Rocknacht der „Devils Hunter“ gestimmt. Zum 27. Mal luden die Teufelsjäger am Samstag in Halle, um den Herbst zu rocken. Station Four aus Wehr, sowie Charlys Silence und A dying breed aus dem Karlsruher Raum sorgten für Dampf auf dem Kessel.

Viele der Besucher sind dem Motorradclub Devils Hunter seit der ersten Rocknacht treu. Wenn der MC Devils Hunter zur Rocknacht lädt, gibt es für die treuesten der Treuen keinen anderen Termin. Und natürlich wachsen auch immer Fans der gepflegten Rockmusik nach und sorgen dafür, dass die Rocknacht immer jung bleibt.

Alles andere als ruhig ging es beim Auftritt von Charlys Silence in der Öflinger Schulsporthalle zur Sache.
Alles andere als ruhig ging es beim Auftritt von Charlys Silence in der Öflinger Schulsporthalle zur Sache. | Bild: Jörn Kerckhoff

Zum Familientreffen wurde die diesjährige Rocknacht auch auf der Bühne. Sängerin Marissa von Charlys Silence ist die Tochter von A-dying-breed-Frontmann Rick „Iron“ Dorsa. Der half beim Auftritt von Charlys Silence dann auch zunächst eineinhalb Stunden als Bassist aus, bevor er anschließend mit der eigenen Combo auf die Bühne trat – so ist das in einer Familie.

Die Lokalmatadoren von Station Four rund um Sänger Heiko Trefzger eröffneten die Rock-Nacht. Trefzger und seine Jungs sind Routiniers und wissen, wie man ordentlich einheizt, auch wenn zu Beginn der Rock-Nacht noch nicht so viele Besucher in der Halle sind.

„Das ist kein Song für eine richtige Rocksause? Dann machen wir eben einen draus.“ Mit diesem Motto ist Charlys Silence unterwegs. Und so bringen sie, neben den richtigen Rockklassikern wie „You shook me all night long“ von „AC/DC“ oder „You give love a bad name“ von Bon Jovi auch eine Hymne des Soul und Funk wie „Everyone’s a winner“ von Hot Chocolate als richtige Rockversion zu Gehör – kann man mal machen.

A dying breed spielen Rockmusik ganz nach dem Geschmack der Devils Hunter.
A dying breed spielen Rockmusik ganz nach dem Geschmack der Devils Hunter. | Bild: Jörn Kerckhoff

Nach dem Auftritt von Frontfrau Marissa und ihren Jungs war die Bühne dann bereitet für die A dying breed. Warmgespielt hatte Dorsa sich ja schon vorher am Bass, nun griff er zum Mikrofon. Die vier-Mann-Band brachte Klassiker des Rock’n’Roll aber auch eigene Stücke zu Gehör, eine gelungene Mischung aus Wiedererkennung und Überraschung für das Publikum. Es mag Zufall sein, oder nicht, aber in Optik und Habitus erinnert Dorsa schon irgendwie an Aerosmith-Frontmann Steven Tyler. Und auch im Rock’n’Roll von A dying breed klingt eine ordentliche Portion Blues mit, auch das haben sie mit Aerosmith gemein. Das trifft genau den Geschmack der Devils Hunter, die ihre Rocknacht einst als Blues-Rock-Nacht ins Leben riefen. A dying breed war die Band, die sie in erster Linie auch für sich selbst engagiert hatten, gab Devils-Präsident Joachim „Jogi“ Bartels auch zu.