Einen Mangel erkannt und gleich aktiv geworden sind fünf Eltern von Wehrer Schülern: „Es gibt in Wehr wenig Angebote für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren“, stellt Celina Geiger fest. Das Sommerprogramm sei sehr schön, doch bringe es keine Entlastung für arbeitende Eltern in der Ferienzeit. Die Angebote des Jugendhauses würde sich dann wieder an ältere Kinder richten, ergänzt Martin Sörje. Zusammen mit Enrico Franz hatte der Elternbeirat an der Talschule Anfang des Jahres die Idee, örtliche Vereine und Kinder zusammenzubringen.

Schließlich ist das Angebot Vielen gar nicht bekannt, stellt auch Marion Wagner, Elternbeiratsvorsitzende an der Gemeinschaftsschule. Darum waren auch die Eltern von der Gemeinschaftsschule gleich interessiert, im März habe man sich zu einem ersten Treffen zusammengefunden. Dann ging alles ganz schnell und die Rückmeldungen seien bisher richtig gut, freut sich Martin Sörje. Sechs Vereine haben fest zugesagt und werden sich auf dem Kinderfest mit Aktionsständen präsentieren. Hinzu komme wohl noch kurzfristig der Angelverein, freut sich Celina Geiger: „Wir hätten sicher doppelt so viele Vereine gehabt, nur in der Kürze der Zeit konnten nicht alle mitmachen“.

Auch von den lokalen Geschäften und Unternehmen sei man großzügig unterstützt worden, berichtet Martin Sörje. Von den Flyer und Plakaten über Preisen für die Tombola bis hin zu einer Hüpfburg kann so auf dem Fest einiges geboten werden. Vertreten sein werden die Freiwillige Feuerwehr und das Rote Kreis mit Fahrzeugen und verschiedenen Vorführungen. Die Sportschützen laden ein zum Bogenschießen und die SpVggg Wehr zum Torwandschießen. Mit der Dance Factory sollen kleine Choreografien vorbereitet und aufgeführt werden, beim TTC Wehr kann man Tischtennis ausprobieren. Außerdem zeigen die Radballer vom RSV Öflingen und dem RSV Wehr ihr Geschick bei einem kleinen Turnier, auf einem Parcours können die wendigen Räder auch ausprobiert werden. Ein umfangreiches Programm, dem die Eltern mit einer gewissen Aufregung entgegensehen: „Das ist ja eine Premiere, hoffentlich gehen wir nicht unter“, so Martin Sörje mit einem Augenzwinkern, auch in Hinblick auf das Wetter. Aber wenn die Resonanz gut ist, können sich die Eltern bereits jetzt eine Fortsetzung im nächsten Jahr vorstellen.