Mit der Dachsberger Bildhauerin Mechthild Ehmann hieß das Haus der Diakonie diese Woche einen wiederkehrenden Gastkünstler zum gemeinsamen Arbeiten willkommen. Thema des Workshops war „Ich selbst“, es entstanden kreative Köpfe aus Stein. Da der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit der Bewohner sonst bei der Malerei liegt, bot die Arbeit an den Porenbetonsteinen eine willkommene Abwechslung. Unter einem Sonnensegel wurde im Hof geraspelt und gesägt, innerhalb von zwei Tagen entstanden so eindrucksvolle Selbstporträts. Die Grundtechniken waren bereits von früheren Workshops bekannt.

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Die Künstlerin bot lediglich Unterstützung an als „Hebamme“ des künstlerischen Prozess. Mit beeindruckender Ausdauer nahmen die die Bewohner die Herausforderung an, so Ehmann: Alle Teilnehmer blieben zwei Tage dabei, manche kreierten sogar zwei Objekte. Auch wenn Porenbeton weich ist und schnelle Erfolgserlebnisse bringt, brauche es doch Kraft und Feingefühl um die gewünschten Strukturen zu erstellen, erklärt die Künstlerin zum Material.

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Besonders auf die Strukturierung wurde bei fast allen Objekten großen Wert gelegt. Wellen und schuppenartige Muster finden sich da neben Mond und Stern, glatte Oberflächen neben stark aufgerauten Strukturen. Mit Farben wurden die Werke dann akzentuiert, die Herkunft aus der Malerei konnten die Künstler dann doch nicht unterdrücken. Die dreidimensionalen Objekten boten hier die Möglichkeit, vielschichtig und auf mehreren Ebenen zu arbeiten, so wie sich der Künstler auch selbst als mehrdimensionale Person sieht. Zum Abschluss wurde gemeinsam gefeiert, Freunde und Nachbarn bestaunten die vielfältigen Werke.

Lob für Bildhauerin

„Wir hoffen auf einen weiteren Workshop nächstes Jahr. Ein großes Lob an Mechthild Ehmann: Herzlichen Dank!“ fasst Christian Steiner das gelungene Erlebnis zusammen. Die Skulpturen sollen zukünftig Wohnhaus und Garten verschönern.