"Die Schule ist mir leicht gefallen und der Spaß kam nicht zu kurz", war das kurze Resümee des Einserschülers Kovacevic über seine bisherige Schulkarriere an der Walter-von-Klingen-Realschule. Jetzt gehe es klar strukturiert weiter. Wirtschaftsgymnasium – wo sonst als in Bad Säckingen – und in drei Jahren rechnet der Schüler mit einem gleichwertigen Ergebnis.

Kovacevic zeigte sich nach der Preisverleihung überaus zufrieden mit der einstigen Schulentscheidung. Petra Thiesen war als kommissarische Schulleiterin der Gemeinschaftsschule durchweg lächelnd und überaus kompetent bei ihrer ersten formalen Entlassfeier. In der voll besetzten Stadthalle gestaltete sich am Donnerstagabend ein gelungener Abschluss. Da Thiesen die kollegiale Art präferiert, kamen zuvorderst die Klassenlehrerinnen Kathrin Keser und Ann-Kathrin Leide zum Zuge.

Leide sprach über ihrer 10a von "so vielen starken Persönlichkeiten". Da waren einige Herausforderungen zu meistern, berichtete die Lehrerin. Jetzt gehe aber der Blick deutlich nach vorne. Keser drückte ihre berechtigte Wertschätzung über die 10b erst einmal im Dialekt aus: "Nüt g'sait isch gnug gloobt". Das war ihr aber gleich deutlich zu wenig – eine leistungsmäßig sehr starke Klasse mit 13 Loben und Preise habe sich bestens entwickelt. Exakt die Hälfte der Klasse hatte frühzeitig verinnerlicht, um was es gehe.

Beide Abschlussklassen hatten moderate Schülerzahlen. Im vergangenen Jahr waren noch 71 Schüler in drei Klassen in Wehr mit der Mittleren Reife verabschiedet worden. Die geringere Anzahl von Schülern schlug sich etwas in den abendlichen kulturellen Darbietungen nieder. Uwe Däuble arrangiert als Lehrer schließlich auch schon seit geraumer Zeit die Wehrer Abschiedsfeiern. Der kulturelle Impresario fordert seine Schützlinge, es sind halt wahrnehmbar weniger geworden.

Thiesen bestärkte die Absolventen. "Lasst die Komfortzone hinter Euch", war ihr Einstieg in das Kommende der Schüler. Die Lebensplanung angehen, durchaus mit einem Tapetenwechsel verbunden, "aber fühlt Euch immer ermutigt, die Welt zu erobern", stand als Credo im Raum. Danach ging es zur Auszeichnungsrunde der Absolventen über.

Mit Preisen sind Fabian Bee, Max Kohlbrenner, Luka Kovacevic und Jonathan Pedersen ausgezeichnet worden. Ein Lob erhielten Giulia Cerbone, David Exposito Gallardo, Maurice Hartig, Alina Kaiser, Timo Kaiser, Anna Kohlbrenner, Manuel Kohlbrenner, Tim Kreiter, David Rümmele und Jakob Schütter. Anna Lotta Thoma erhielt den Sonderpreis Musik und mit Serena Lupo ebenso den Preis für soziales Engagement.