Seit Jahren kommt die Wehrer Schulpolitik nicht zur Ruhe: Der unseligen Diskussion über ein Wehrer Gymnasium folgte die Kompromiss-Entscheidung für eine Gemeinschaftsschule, verbunden mit der Hoffnung, die Oberstufe durch die Hintertür zu ermöglichen. Nach einer Abstimmung der Schüler mit den Füßen schließlich die Rückkehr zu einer Realschule, die nun immerhin mehr Abschlussmöglichkeiten bietet als früher. Konsequent war diese Schulpolitik sicher nicht.

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Dass an der Spitze der Wehrer Schule das Personal mehrfach wechselte, half sicher auch nicht dabei, dass die Schule ein Profil entwickeln konnte. Keine Frage, das aktuelle Leitungsgremium unter Petra Thiesen macht bislang einen hervorragenden Job – nach innen. Die Schule scheint endlich zusammenzuwachsen. Ein Rektor, der die Schule nach außen vertritt und das Profil in der Öffentlichkeit schärft, fehlt aber seit anderthalb Jahren. Dass sich Kultusministerium und Schulaufsicht so viel Zeit mit der Neubesetzung der Stelle lassen, ist für Eltern und Schüler nicht mehr nachvollziehbar. Mit dieser Bürokratie wird der Neuanfang der Wehrer Realschule unnötig erschwert.

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