Der Öflinger Pfarrer i. R. Josef Zimmermann vollendet am heutigen Aschermittwoch, 10. Februar, sein 85. Lebensjahr. Der über die Grenzen der Seelsorgeeinheit (SE) Wehr, Öflingen und Schwörstadt hinaus bekannte Priester mit Leib und Seele ist dem „lieben Gott für die geschenkte Gnade und Gesundheit dankbar“, dass er bis heute als Subsidiar regelmäßig priesterliche Dienste übernehmen und somit für den Leiter der SE, Pfarrer Matthias Kirner, eine wertvolle Stütze sein kann. Josef Zimmermann ist mit sechs Geschwistern in der elterlichen Familie in Verzej/Slowenien (früher Jugoslawien) aufgewachsen. In seiner Jugendzeit fand er Kontakt mit den Salesianerpatres, die in seiner Heimatgemeinde eine Niederlassung hatten. Aber nach dem absolvierten Abitur folgte die Einberufung zum Militärdienst. Im jungen Offiziersanwärter reifte der Wille, Priester zu werden. Josef Zimmermann ist im Jahr 1953 in das Priesterseminar in Lubljana eingetreten. Das Theologiestudium wurde mit der Priesterweihe am 29. Juni 1958 in der slowenischen Kathedrale von Maribor gekrönt.

In einem persönlichen Schreiben, an Pfarrer Josef Zimmermann anlässlich des goldenen Priesterjubiläums gerichtet, würdigte seinerzeit Erzbischof Robert Zollitsch dessen segensreiches und vorbildliches Wirken in der Heimatdiözese Maribor und besonders in der Erzdiözese Freiburg. In der Zeit von 1970 bis 1975 war Zimmermann von Mannheim mit der Seelsorge der slowenischen Migranten betraut. Der anschließenden Heimkehr folgte die Pastoration mit der jugoslawischen Pfarrei Majsperk. Dort geriet Pfarrverweser Zimmermann ins Blickfeld des jugoslawischen Geheimdienstes, weil er seine Landsleute im deutschen Exil als Seelsorger betreut hatte.

Da sich der standhafte Priester weigerte, deren Informant zu werden und ihm sogar eine mehrjährige Haft angedroht wurde, ist Zimmermann im August 1976 wieder in die Freiburger Erzdiözese zurückgekehrt, in die Sicherheit.

Rückkehr nach Öflingen

Zum 1. September 1976 kam er als Kooperator in die Öflinger Pfarrgemeinde St. Ulrich nach Öflingen und zwei Jahre später wurde ihm als Pfarrverweser die volle Verantwortung der Pfarrei übertragen. Von Anfang an konzentrierte Pfarrer Zimmermann sein Wirken auf die priesterliche und seelsorgerliche Tätigkeit. In seine sechsjährige Amtszeit in Öflingen fiel auch das 75-jährige Jubiläum der Pfarrkirche St. Ulrich.Am 13. September 1982 wechselte er als Pfarradministrator in die Wallbacher Nachbarpfarrei St. Maria. Gleichzeitig wurde er mit der Seelsorge am Kreiskrankenhaus betraut. Über einen Zeitraum von 16 Jahren (von 1982 bis 1998) war Pfarrer Zimmermann ein beliebter und geschätzter Priester und Seelsorger der Pfarrgemeinde Wallbach. Außerdem war er zwei Jahre lang in der Pfarrkirche Heilig-Kreuz Bad Säckingen tätig. Als Pfarrer Zimmermann im Dezember 1998 in den Ruhestand getreten war, ist er wieder nach Öflingen umgezogen.Gern erinnert sich Pfarrer Zimmermann dankbar und zufrieden an die verschiedenen Stationen seines vielseitigen und segensreichen Wirkens, insbesondere an die Zeit nach dem Jahr 1970, wo er in der Erzdiözese Freiburg im „Weinberg des Herrn“ arbeiten und am 29. Juni 2008 auch sein goldenes Priesterjubiläum feiern konnte.