Wehr Öflinger Dorfladen kämpft gegen das Defizit

Genossenschaft hat sich "gesund geschrumpft", bleibt aber noch hinter den selbst gesteckten Umsatzzielen zurück.

Die finanzielle Situation des Öflinger Dorfladens hat sich gebessert, von einer "schwarzen Null" ist er aber noch ein gutes Stück entfernt. Dieses Fazit zog der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Dorfladen-Genossenschaft, Bürgermeister Michael Thater, nach der Besichtigung durch den Gemeinderat – bevor sich das Gremium in nicht-öffentlicher Sitzung mit der finanziellen Situation der Genossenschaft auseinandersetzte. Nach einem Fehlstart im Dezember 2015 hat sich der Laden "gesund geschrumpft", wie Thater sagte – sowohl bei den Personalkosten als auch beim Angebot. Der Laden sei mittlerweile auf einen monatlichen Umsatz von 40 000 Euro ausgerichtet, so Thater. Dieser liege allerdings bei nur etwa 35 000 Euro. "Zumindest eine rote Null bleibt das Ziel. Das ist aber auch erreichbar", so Thater optimistisch. Genauere Zahlen werden spätestens am Mittwoch, 13. Juni, bei der Genossenschaftsversammlung öffentlich.

Wie in den vergangenen Jahren appellierte Thater an die Öflinger Bürger, in ihrem Laden regelmäßig einzukaufen, um ihn am Leben zu halten. Gabriela Schuberth, ebenfalls Aufsichtsrätin, erweiterte diesen Appell an die knapp 400 Mitglieder der Genossenschaft. Es reiche nicht, nur Mitglied zu sein, man müsse auch den laufenen Betrieb durch Einkäufe unterstützen. Sie hob den sozialen Aspekt des Dorfladens hervor. Vor allem Dank seiner Cafeteria hat sich der Treffpunkt im Ortszentrum etabliert. Die beiden Vorstandsmitglieder Daniela Klausmann und Regula Weber-Gfeller ergänzten, dass eine Umfrage eine hohe Zufriedenheit unter den Kunden ergeben habe. Ihr Wunsch: Möglichst viele Öflinger, die dem Laden aus den verschiedensten Gründen den Rücken gekehrt haben, sollten ihm noch eine Chance geben. Und falls etwas nicht stimmt, eine Rückmeldung geben, damit das Dorfladen-Team darauf reagieren kann und besser werden kann. Mehr Frequenz erhofft sich Regula Weber-Gfeller vor allem durch die Postagentur, die seit Februar im Laden zu finden ist und dazu beiträgt, die Zahl neuer Kunden zu erhöhen.

Auch ehrenamtliche Unterstützung kann der Dorfladen weiterhin gut gebrauchen. Zehn Personen helfen derzeit unentgeltlich mit, drei davon übernehmen ganze Schichten als Verkäufer. Angestellt sind acht Personen, die sich fünf Vollzeitstellen teilen. "Unsere Personalanforderungen sind sehr hoch, weil unsere Mitarbeiter völlig selbständig arbeiten müssen", erklärte Thater.

 

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