Die Wehrer Sportschützengesellschaft blickt nach der klärenden Versammlung Ende Februar zuversichtlich in das kommende Jahr. Nach einem Wechsel im Vorstand hoffen die Mitglieder nun auf ruhigere Zeiten. Diese sind auch notwendig, denn für das laufende Jahr hat der Verein wieder viel vor, wie Oberschützenmeister Santus Grizzaffi zu berichten weiß.

Für das laufende Jahr hat sich der Traditionsverein einiges vorgenommen. Nach dem Osterschießen und den Kreismeisterschaften im April steht im Sommer die Vorbereitung für das Westernfest auf dem Programm. Außerdem wird sich der Verein wie bisher am Sommerprogramm der Stadtjugendpflege beteiligen und im Spätsommer findet das traditionelle Königsschießen statt.

Ebenfalls im Sommer steht für alle Mitglieder ein großer Arbeitseinsatz an: Das weitläufige Gelände von über 1000 Quadratmetern, die 18 Schießstände und natürlich die Vereinsgebäude selbst müssen für das Westernfest am 1. und 2. Oktober in Schuss gebracht werden. Besonders stolz ist der Oberschützenmeister dabei auf das große Engagement der Mitglieder. Es sei selbstverständlich, so Grizzaffi, dass bei solchen Gelegenheiten alle mit anpacken. Gemeinsame Aktivitäten wie zuletzt das Wildschweinessen im Herbst, die gemeinsame Pflege der Anlage und Ausflüge zu Wettbewerben sieht er als wichtigen Punkt im Vereinsleben.

Darum freut sich der Oberschützenmeister auch sehr über die breite Zustimmung für die zuletzt beschlossene Beitragserhöhung von 60 Euro auf 100 Euro. Man habe lange überlegt, so Grizzaffi, aber leider keine andere Möglichkeit gesehen. Am wichtigsten sei zunächst die Sanierung des undichten Daches, die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 65 000 Euro. Sollte der Betrag nicht durch den Verein und Spenden aufgebracht werden könne, wurde auf der Hauptversammlung bereits die Möglichkeit einer Kreditaufnahme diskutiert. „Natürlich hoffen wir aber, die Reparatur so gestemmt zu bekommen“, erklärt der Vorsitzende.

Nach der Hauptversammlung Ende Februar, bei der der Vorsitzende Santus Grizzaffi mit großer Mehrheit im Amt bestätigt wurde und mit Frank Sonnenberg ein neuer stellvertretender Vorsitzender gefunden wurde, hoffen die Vereinsmitglieder jetzt auf mehr Einigkeit in der Vereinsführung. Nachdem sich der vorherige zweite Vorsitzende Norbert Trabold sowie die Schriftführerin Monika Trabold auf der Versammlung nicht mehr zur Neuwahl stellten, wurden die nun vakanten Posten mit Frank und Dorett Sonnenberg neu besetzt. Der Frischgewählte erklärte, dass er sich als Stellvertreter Grizzaffis sehe und besonders auf enge Zusammenarbeit und guten Informationsaustausch mit diesem und dem Vorstand Wert lege. Das starke Gemeinschaftsgefühl im Verein soll sich auch wieder im Vorstand zeigen, so auch Santus Grizzaffi.


Der Verein

Die Sportschützengesellschaft Wehr bietet eine Vielzahl von Disziplinen an, vom Luftgewehr- über das Kleinkaliberschießen, Unterhebelgewehre bis hin zu Bogenschießen und ganz neu auch das immer beliebter werdende Doppelaxtwerfen. Voraussetzung für die aktive Mitgliedschaft ist ein polizeiliches Führungszeugnis, Anfänger können sich Waffen im Verein leihen. Das Schießen auf die relativ kleinen Zielscheiben erfordert ein hohes Maß an Konzentration und eine ruhige Hand, darum empfiehlt sich dieser Sport eher für etwas ältere Kinder. Bei den jüngeren Mitgliedern, der jüngste ist erst acht Jahre alt, ist besonders das Bogenschießen sehr beliebt.

Weitere Infos im Internet:

www.ssg-wehr.de