Im katholischen Pfarrzentrum ist eine neue Heizung installiert worden. Lange musste die Pfarrei auf deren Genehmigung durch das Erzbischöfliche Bauamt warten. Jetzt zeigte der Druck des Stiftungsrates Wirkung. Anfang Oktober wurde der Einbau durch eine auswärtige Heizungsbaufirma endlich realisiert.

Aktionen zugunsten der Pfarrgemeinde

Die Kosten für die neue Heizanlage liegen bei rund 30.000 Euro. Einen Teil davon übernimmt die kirchliche Hemma-Gruppe. Die eifrige kirchliche Gruppierung hatte in der Vergangenheit immer wieder Aktionen zugunsten der Wehrer Pfarrgemeinde durchgeführt und damit Geld erwirtschaftet. Und mit ihren Beiträgen die eine oder andere Baumaßnahme beschleunigt. Beim Einbau des Aufzuges vor rund 20 Jahren war die Hemma-Gruppe ebenfalls schon finanziell behilflich.

Geschichte und Nutzung des Pfarrzentrums

Seit 1976 gibt es inzwischen das Pfarrzentrum der Pfarrei Sankt Martin Wehr. Es ist vor allem ein von kirchlichen Gruppen viel genutztes Haus. Die Erstkommunion- und Firmvorbereitungen werden hier in Kleingruppen regelmäßig durchgeführt. Das Gebäude ist Tagungslokal für den Pfarrgemeinde- und Stiftungsrat, hier treffen sich die Ministranten, der Kirchenchor, deutsche und italienische Bete-Gemeinschaften, Glaubens-Gesprächsrunden, der Kirchenchor und die ganzen Unterausschüsse wie Gemeindeteam und Festausschuss. Einmal monatlich findet dort ein Seniorennachmittag statt.

Hier legen Sternsinger ihre Gewänder an

Vor Weihnachten und Neujahr versammeln sich die Sternsinger, um ihre Lieder einzuüben und die „königlichen“ Gewänder und Kostüme zu probieren und anzupassen. Gastrecht genießt derzeit auch der Männerchor Wehr. Dieser hat hier sein Probelokal. Auch der dreimal wöchentlich angebotene Mittagstisch der Caritas ist hier zu Gast. Eine Zeitlang wurden im Hause auch Flüchtlinge in deutscher Sprache unterrichtet. Extern vermietet werden könnte das Haus laufend, wie aus dem Pfarramt zu hören ist. Dem stehen aber klar formulierte Klauseln entgegen.

Gebäude mit Defiziten

Das Pfarrzentrum wurde im Juni 1976 eingeweiht, um der Pfarrgemeinde Wehr einen Mittelpunkt für das aktive Gemeindeleben zu geben. Das spielte sich bis dahin im alten Pfarrsaal und in Nebengebäuden ab, die früher durch den Umbau einer alten Scheuer geschaffen worden waren. Das Pfarrzentrum, zunächst mit großer Begeisterung aufgenommen, erwies sich bald als nicht sehr ideal. Der Saal, nicht ebenerdig gelegen, wurde schnell zum Stein des Anstoßes, dann auch die verhältnismäßig viel zu kleine Teeküche. Mit dem Einbau eines behindertengerechten Aufzuges wurde schließlich teilweise Abhilfe geschaffen, geblieben ist jedoch das Küchenproblem.

Neue Heizung nach 40 Jahren

Die neue Heizung ersetzt nun die alte, die 40 Jahre ihren Dienst leistete, zuletzt aber nicht mehr zeitgemäß und sehr reparaturanfällig war. Sie hatte nicht nur Wärme und Warmwasser für die Hausmeisterwohnung, sondern auch für einen Saal und weitere sieben Gruppen- und Lagerräume zu liefern. Seit Jahren wird an einem Sanierungskonzept für das Gebäude gearbeitet, untermauert durch etliche Analysen und Energiegutachten. Für eine wirkliche Generalüberholung des Projektes konnte sich die Kirche aber noch nicht entscheiden.