Mit einem dreifachen „Narri – Narro“ eröffneten der Vorsitzende der Narrenzunft Öflingen, Michael Sutter, sowie zahlreiche Zunftmitglieder am Donnerstagabend die total neu renovierte und voll besetzte Zunftstube bei der Sporthalle. Es sei gleichzeitig auch eine kleines Jubiläum, so der Narrenboss, denn vor genau 30 Jahren sei die Zunftstube im ehemaligen Milchhüsli erstmals eingeweiht worden.

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Die jetzige Einweihungsfeier nahm Sutter zum Anlass Peter Maszurimm zum Ehrenmitglied zu ernennen: „Peter ist seit 25 Jahren bei der Öflinger Narrenzunft auf der aktiven Seite meist im Hintergrund tätig und hat immer viel zum Erhalt der Zunftstube beigetragen“, sagte Sutter in seiner Laudatio. Die umfangreiche Renovierung der Narrenstube sei ein Gemeinschaftswerk zwischen der Stadt Wehr, dem städtischen Bauamt und den Öflinger Narren, meinte der Vorsitzende. Und die kleine Narrenhochburg ist jetzt bezüglich Einrichtung und auch in technischer Hinsicht auf dem neuesten Stand.

Lob für Zusammenarbeit

Der Dank des närrisch gelaunten Sutter galt Bürgermeister Michael Thater und dessen Stellvertreter Paul Erhard sowie Michael Herr und Sachbearbeiterin Dania Kramer vom Bauamt für die angenehme Zusammenarbeit bei den Renovierungsarbeiten. Einzelne Mitglieder hätten viel Arbeit und Freizeit in das neu restaurierte Narrenheim gesteckt, erläuterte Sutter. So hätte der Vize-Vorsitzende und Zunftmaler Tobias Berlinghof in vielen Stunden den Räumlichkeiten mit frischen Farben ein modernes Design gegeben. Und Dank Robin Schroer, der neue Elektrogeräte sponserte, konnte man sich eine neue Küchenzeile anschaffen.

Rückschau auf 30 Jahre

Narrenchef Sutter blickte in einer kleine Rückschau auch auf die 30 Jahre Zunftstube zurück. Im Jahre 1989 hätte sich die Narrenzunft wegen einem neuen Domizil an die Stadt gewandt. Da das Milchhüsli bereits leer stand, habe man durch den damaligen Bürgermeisters Klaus Denzinger die städtischen Räumlichkeiten auf Mietbasis überlassen bekommen. In mehr als 700 Arbeitsstunden seien diese dann vom Elferrat und von den Alten Schällen zur Zunftstube umgebaut und eingerichtet worden. In vielen kleinen Abschnitten und regelmäßigen Abständen hätte man dann immer wieder Instandhaltungen vorgenommen. Sutter würdigte auch die Verdienste seiner Vorgänger und Zunfträte Eberhard Neef, Bruno Henle und Ekkhard Neubert. Zum kleinen Jubiläum und zur gelungenen Renovation gratulierte Bürgermeister Thater: „Das Ergebnis könne sich sehen lassen“.

Renovierung dauert ein Jahr

Auch das Stadtoberhaupt und Michael Herr vom Bauamt hoben die vorbildliche Zusammenarbeit während der nahezu einjährigen Renovierungszeit hervor. Für die Narrenzunft Todtmoos gratulierte deren Vorsitzende Gudrun Wasmer zum frisch designten Öflinger Narrendomizil und für die Murger Narrenzunft war es Präsident Roland I. (Roland Ebner) – und beide hatten auch ein Präsent mitgebracht.

Die Narrenzunft

Die Narrenzunft Öflingen wurde 1911 gegründet. Sie besteht derzeit aus den Rhy-Deufeln, den Humbelhexen, den AltenSchällen, den Schrättele und dem Lachengrabengeist. Von den 13.000 Euro Renovierungkosten der Zunftstube trägt die Stadt etwas mehr als die Hälfte. Eingebaut wurde eine neue Heizung, eine neue Küchenzeile und der Toilettenbereich wurde nach den neuesten Vorschriften umgebaut.