Wehr Nagerauffangstation: Anette Kreutzberger hat ein großes Herz für kleine Nager

Anette Kreutzberger betreibt in Öflingen eine Nagerauffangstation. Derzeit gibt sie dort 25 Kaninchen, vier Meerschweinchen und einem Chinchilla ein neues Zuhause. Tiere als Weihnachtsgeschenk sollten gut überlegt werden, rät die Mitarbeiterin im Rheinfelder Tierheim.

Ein Geheimtipp für Hase, Kaninchen, Meerschwein und Co. verbirgt sich mitten in Öflingen: Bereits seit 22 Jahren gibt es die Nagerauffangstation von Anette Kreutzberger. Hier finden Nager in Not ein sichere Unterkunft und oftmals auch ein neues Zuhause.

Wie alles angefangen hat, daran kann sich Anette Kreutzberger heute gar nicht mehr erinnern: „Wir hatten selber Kaninchen und dann haben wir auch mal Tiere aufgenommen und weitervermittelt.“ Mittlerweile haben die Nager auf dem Öflinger Hof jeden Winkel für sich erobert: In acht kleinen Gewächshäusern können die Tiere vor Wind und Wetter geschützt herumtollen. Dazu kommen 17 Ställe, etwa für kranke Tiere. In Öflingen haben aktuell 25 Kaninchen, vier Meerschweinchen und ein Chinchilla ein neues Zuhause gefunden.

„Momentan ist es recht ruhig“, sagt Kreutzberger. Das könne sich aber schnell ändern: Animal Hording, übermäßiges Tiersammeln, sei auch am Hochrhein ein Thema. Die Tierschützerin erinnert sich an einen Fall, bei dem 400 Tiere aus schlechter Haltung zusammen mit der Polizei beschlagnahmt wurden. 26 davon kamen nach Öflingen und fanden von dort aus ein neues Zuhause. Auch im Sommer würden immer wieder Tiere ausgesetzt. Dazu kommen Abgabetiere, etwa wegen Allergien oder weil die Familie einfach keine Zeit mehr für das Tier habe. Viel Arbeit also, welche die Mitarbeiterin des Tierheims Rheinfelden vor allem durch Spenden und Helfer stemmt. Die kürzlich erhaltene Spende einer verstorbenen Tierfreundin sei eine große Hilfe: „Wir wollen damit ein Außengehege neu anlegen, mit Überdachung gegen Raubvögel und Schutz vor Fuchs und Marder“, berichtet Kreutzberger von ihren Plänen.

Ein Hase unter dem Weihnachtsbaum? Viele Kinder wünschen sich zu Weihnachten einen flauschigen Spielgefährten. Doch der Aufwand, den ein Kaninchen mit sich bringt, wird oftmals unterschätzt, weiß Anette Kreutzberger. „Hasen und Kaninchen können sehr laut sein und natürlich auch mal riechen“, sagt die Expertin. Die geselligen Tiere sollten außerdem niemals allein gehalten werden und brauchen mehr Platz als oftmals angenommen. Oftmals werde an der Käfiggröße gespart, außerdem bräuchten die Tiere Auslauf zu jeder Jahreszeit. Dazu kommen Tierarztkosten, etwa für regelmäßige Zähnekürzen. „Die Eltern sollten darum dahinterstehen und sich bewusst für das Haustier entscheiden.“ Schließlich könne ein Kaninchen mehr als acht Jahre alt werden. Denn wenn das Interesse am Tier verloren geht, lande der Spielfreund leider oftmals wieder bei Anette Kreutzberger.

 

Die Nagerauffangstation

Wer sich für einen Nagetier als Haustier interessiert, der findet in der Nagerauffangstation in Öflingen nicht nur Tiere, sondern auch viele Informationen und Unterstützung. Auch eine Urlaubsbetreuung gegen eine kleine Spende ist möglich. Anette Kreutzberger von der Nagerauffangstation ist unter Telefon 07761/99 95 78 zu erreichen.

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