Die Ferien sind vorbei und die heißen Nächte auch. Doch die Vokalgruppe Inflagranti holte das Urlaubsfieber zurück und nahm am Samstag in "Brandls Kulturscheune" die Zuhörer mit auf eine Reise quer über alle Meere und Kontinente. Mit Gitarrenbegleitung, aber auch a cappella brachten die fünf Sänger ein fünfstimmiges vielseitiges Programm auf die kleine Enkendorfer Bühne.

Auch zum Lachen regte der Auftritt von Inflagranti Vokal an.
Auch zum Lachen regte der Auftritt von Inflagranti Vokal an. | Bild: Aloisia Zell

„Fahr'n Sie nicht zum Nordpol“, mit diesem Auftakt entführten Conny Niems (Sopran, Cajón), Waltraud Schwald (Alt, Gitarre), Marina Greiner (Sopran), Bob Cavender (Bass) und Klaus Streicher (Bariton, Gitarre) das Publikum in wärmere Regionen von Spanien, Portugal, Südamerika und Hawaii. „Everything Feels Like Summer“ – viele bekannte Titel aus Jazz und Popmusik hatte das Ensemble im Reisegepäck. Es klang aber gar nicht so bekannt. Mit Originalität hat Inflagranti Vokal die Lieder neu interpretiert, mit eigenen Texten versehen und so arrangiert, dass für das Publikum der Abend wie im Flug verging.

Inflagranti Vokal bot nicht nur etwas zum Hören, sondern auch etwas zum Sehen dar.
Inflagranti Vokal bot nicht nur etwas zum Hören, sondern auch etwas zum Sehen dar. | Bild: Aloisia Zell

Die Fantasie der Musiker und Sänger schien keine Grenzen zu kennen. Sie priesen bei einem Potpourri aus Werbemelodien überzeugend den „Fribu-Elektrokachelofen“ an oder übertrugen in einem Medley die größten Hits der Beatles ins Alemannische. Wenn Conny Niems und Waltraud Schwald im Duett ihre Schönheit besingen oder in Anlehnung an Ringelnatz „schöne Frauen mit Katzen“ verglichen werden, dann beeindrucken die fünf Vokalisten durch ihre Ausstrahlung, die sie mit wenigen Requisiten unterstreichen. Auch eigene Kompositionen haben sie im Repertoire: Mit „Ukulele Serenade“ und „Ukulele Twist“ haben sie eine wunderbare Hommage an dieses kleine und doch klangvolle Instrument geschaffen.

Saisonende in "Brandls Kulturscheune"

Nicht nur musikalisch war dieser Auftritt in "Brandls Kulturscheune" ein Hochgenuss. Das ganze Quintett zog die Gäste mit seinen Stimmen, einer ausgefallenen Choreografie, fesselnder Mimik und Esprit in seinen Bann. Klar, dass die Scheune vollständig besetzt war. Mit diesem außergewöhnlichen Konzert ist nun der Kultursommer bei Brandls zu Ende. Inflagranti Vokal kann man dennoch noch einmal erleben. Das nächste Mal gastiert die Gruppe am Samstag, 13. Oktober, um 20 Uhr im Kesselhaus in Weil am Rhein.