Viel zu Lachen gab es beim Wehrer Neujahrsempfang von Stadt und Servicegemeinschaft (SGW) am vergangenen Samstag nicht nur dank des Comedians Felix Gaudo. Musikalisch untermalt von der Wehrer Stadtmusik stießen die zahlreichen Gäste aus Bürgerschaft, Vereinsleben und lokaler Wirtschaft zusammen mit den Ehrengästen in der Stadthalle in bester Laune auf das neue Jahr an.

Mit viel Hoffnung und Zuversicht blicke man auf das neue Jahr, so Bürgermeister Michael Thater, welches nicht nur auf lokaler Ebene viele Veränderungen mit sich bringe. Dabei schlug Thater den gewohnt großen Bogen von den großen Veränderungen der Weltpolitik über die Bundestagswahl hin zu lokalen Schwerpunkten von Autobahn bis Brennet-Areal. „2017 war durchaus ein schweres Jahr, aber wir haben es gut gemeistert“, so der Bürgermeister. Für 2018 würden nun große Veränderungen anstehen: Der Abriss der Brennet Gebäude stehe in den Startlöchern, das Baugebiet Breit II sei genauso wie der achte Kindergarten auf den Weg gebracht worden. Gerade bei der lebhaften Diskussion um den Standort des neuen Kindergarten hätte sich gezeigt, dass in Wehr Demokratie gelebt werde. „Das ist immer anstrengend, kostet mehr Zeit, aber das Ergebnis ist auch immer besser“, so Thater. Dass Veränderungen mitgestaltet werden müssen, betonte auch der SWG-Vorsitzende Peter Hofmeister. Das Brennet-Areal mit den zu erwartenden „gravierenden Veränderungen“, so Hofmeister, sei für den Wehrer Einzelhandel auch eine große Chance. „Mit dem Entwicklungskonzept besteht die Möglichkeit der Einflussnahme, welche bisher nur von wenigen genutzt wurde“, stellte Hofmeister fest.

Anschließend stürmte der Komiker Felix Gaudo die Bühne. Dass er kurzfristig für den aus familiären Gründen ausgefallenen Robert Woitas eingesprungen war, merkte man seinem Programm nicht an. Der Berliner hatte sich hervorragend auf seinen Auftritt vorbereitet, und witzelte über Schweizer Einkaufstouristen, die Dauerbaustelle der A 98, die er als Vorbild für den Berliner Flughafen sah, aber auch über die Schließung des Bad Säckinger Spitals. Einzig der Ortsname Wehr saß, vermutlich der Kürze der Zeit geschuldet, noch nicht optimal. Das gut aufgelegte Publikum erfreute sich an dem bunten Programm aus Clownerie, Zauberei und Musik. Dass Gaudo dabei auch sein Publikum immer wieder auf charmanten Art einband, sorgte noch beim anschließenden Stehempfang für viel Heiterkeit.