Werden die Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit Wehr-Öflingen-Schwörstadt in punkto Gebäude und Ausstattung künftig etwas kürzer treten müssen? Darüber soll wohl eine Kosten-Nutzungs-Studie entscheiden, die unter anderem bei der Pfarrgemeinderatsitzung in Wehr thematisiert wurde. Daneben kam auch die zurückgehende Beteiligung einiger Helfer an den anstehenden Festlichkeiten zur Sprache.

Angeleitet durch die Erzdiozöse Freiburg fokussiere die sogenannte Machbarkeitsstudie vor allem das Gebäudekonzept der einzelnen Seelsorgeeinheiten. In die Analyse flössen dabei verschiedene Aspekte mit ein: Bewertet würden unter anderem der gegenwärtige Bestand an Gebäuden, deren Nutzungsverhältnisse sowie die aktuelle Pastoralkonzeption. „Danach wird das ,Haben' der Seelsorgeeinheit ins Verhältnis zur Anzahl der in ihr vertretenen Gläubigen gesetzt“, erläuterte Schriftführer Hans Loritz.

Doch gerade angesichts dieser anschließenden Gegenüberstellung äußerten einige Mitglieder des Pfarrgemeinderates ihre Bedenken. Beruhend auf diesen Studien seien in einigen Teilen Deutschlands viele Kirchen oder Pfarrzentren zusammengelegt oder gar für anderweitige Nutzungen bestimmt worden, bemerkte eine besorgte Teilnehmerin. „Erst diese Woche ist die Zahl der registrierten Gläubigen erneut geschrumpft, wodurch wir uns mehr und mehr von den rund 8000 Menschen in unserer Einheit in Richtung der 7000 bewegen. Eine Tatsache, die sich langfristig negativ auswirken könnte“, fügte der stellvertretende Vorsitzende Berthold Eschbach hinzu. Mit großer Spannung erwarte man auch aus diesem Grund das bereits länger ausstehende Ergebnis aus Freiburg, das im Verlauf der kommenden Monate eintreffen sollte.

Als nicht weniger problematisch erweist sich die Organisation der anstehenden Feste. Die traditionelle Blumenteppichverlegung zum Fronleichnamsfest würde in diesem Jahr vor allem durch den Mangel an jugendlichen Helfern erschwert werden. „Alle Teppiche ohne zusätzliche Beteiligung zu verlegen, das wird schwierig“, stellte Pastoralreferentin Anja Drechsle fest. Auf die Verlegung zumindest eines Teppichs konnte man sich jedoch schnell einigen, denn „es wäre viel zu schade, wenn diese Traditionen wegfallen würden“, bemerkte Mitglied Astrid Müller.