Zu einem großen Erfolg wurde der Wehrer Nachtumzug, der sich am Samstagabend in neuem Gewande präsentierte. "Kleiner und feiner" lautete die Marschrichtung der diesjährigen Veranstalter.

Mit Hut: Eeimer Seewicht aus Schopfheim.
Mit Hut: Eeimer Seewicht aus Schopfheim. | Bild: Christian Martin

Der Leisechlimmerzunft, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, und der Wehrer Narrenzunft war vor allem daran gelegen, Sachbeschädigung und Alkoholexzesse zu unterbinden, die in den vergangenen Jahren für negative Schlagzeilen gesorgt hatten. Nach dem Umzug konnte Oliver Brüderle Vollzug vermelden: "Ein voller Erfolg", betonte der Wehrer Zunftrat auf Nachfrage der Presse. Das neue Konzept sei voll aufgegangen. Laut letzter Rücksprache mit der Polizei gegen 22 Uhr seien keine Vorkommnisse zu verzeichnen gewesen, so Brüderle.

Mit Biss: Die Laufenburger Löwen.
Mit Biss: Die Laufenburger Löwen. | Bild: Christian Martin

Neues Konzept bedeutete vor allem eine deutliche Verschlankung des Umzuges, der auf 56 teilnehmende Gruppen beschränkt wurde. Überdimensionierte Partywägen hatten am Samstag auf der Hauptstraße Fahrverbot. Zudem wurden im Vorfeld Zünfte, Gruppen und Cliquen auf ihre Einstellung hin "abgeklopft", sodass sich ausschließlich gute, alte Bekannte aus der Region im Umzug wiederfanden. Mit von der Partie waren natürlich die Wehrer Mitgliedszünfte, allen voran die beiden Jubiläumszünfte, die Leisechlimmer und Lus-Chaibe.

Mit Musik: Die Hotzenguggis Herrischried.
Mit Musik: Die Hotzenguggis Herrischried. | Bild: Christian Martin

Aus der unmittelbaren Nachbarschaft waren etwa Rhy-Deufel und Humbelhexen aus Öflingen, Höhliteufel und Mühli-Häxe aus Hasel oder die besonders Furcht einflößend aussehenden Hexebieschter aus Schopfheim nach Wehr gekommen. Gut vertreten waren wieder die Hästräger aus dem Landkreis Lörrach, die ihre fasnächtlichen Traditionen aus dem Wiesental, Grenzach, Rheinfelden und Lörrach an der Wehra präsentierten. Die Kaiserstühler Vulkanbrut aus Bahlingen dürfte am Samstag die weiteste Anreise gehabt haben.

Mit Pose: Die Wehrer Maroni-Zunft.
Mit Pose: Die Wehrer Maroni-Zunft. | Bild: Christian Martin

Für närrischen Gugge-Radau war gesorgt: Neben den Storchestäghüllern und den Rhy-Wehra-Schränzern, spielten die Rickenbacher Hotzehüüler, die Guggenmusik Node Nueli aus Dachsberg, die Holzspuele Waggis aus Bad Säckingen sowie die Herrischrieder Hotzeguggis auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Ebenso friedlich und in "bester fasnächtlicher Stimmung" sei auch der anschließende Eröffnungsball in der Wehrer Stadthalle über die Bühne gegangen, freut sich Brüderle. Gerade die Rückmeldung von Seiten der Hästräger seien einmütig gewesen, berichtet der Zunftrat: "Ein toller Umzug."

Mit Freude: Die Wehrer Flämmli-Zunft.
Mit Freude: Die Wehrer Flämmli-Zunft. | Bild: Christian Martin