Der katholische Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Öflingen-Schwörstadt-Wehr hatte vor der Sommerpause die neuerlichen Planungen für die kommenden Monate abzuarbeiten. Mit ein Grund dafür ist der Weggang von Pastoralreferentin Barbara Heimpel. Die Firmungsvorbereitungen laufen im Herbst an. Mangels Religionslehrer wird in Öflingen und Schwörstadt kein Religionsunterricht im kommenden Schuljahr an den Grundschulen stattfinden können.

Pfarrer Matthias Kirner bedauerte diesen Umstand, aber erst im Januar können die Stellen für Gemeindereferenten ausgeschrieben werden. Kirner ermunterte die jeweiligen Gemeindeteams in Öflingen und Schwörstadt, sich an den katholischen Schuldekan Markus Schmitt in Waldshut-Tiengen zu wenden.

Mangels Gemeindereferenten in der Erzdiözese fehlen derzeit auch Religionslehrern. In Schwörstadt sei dies offenkundig schon länger der Fall. Jetzt sei auch Öflingen betroffen, da nach aktuellem Sachstand als Außenstelle der Wehrer Zelgschule keine Lehrer abgeordnet werden, berichtete Heimpel über ihre Gespräche. Als Pfarrer sei Kirner bereits weitgehend verplant und könne nicht noch zusätzlich weitere Arbeitsbereiche übernehmen. Was auf großes Verständnis bei den Pfarrgemeinderäten stieß.

Kirner hatte frühzeitig bei Ulrich Jurkiewicz nachgefragt, ob dieser wieder für die Planung und Koordinierung des Firmunterrichtes in der Seelsorgeeinheit zur Verfügung stehen würde. Mit 70 Firmlingen werde für das Jahr 2019 gerechnet.

Jurkiewicz wollte jedoch zuerst ein Gespräch mit dem Pfarrgemeinderat führen. Ein Stück weit Rückendeckung für seine Konzeption sollte vorab erreicht werden. Zwei Gründe dafür waren augenscheinlich ausschlaggebend. Einerseits soll mehr die individuelle Entscheidung des möglichen Firmlings in den Mittelpunkt gerückt werden.

Aus eigener Überzeugung solle die Weihe durch den Bischoff erfolgen. Somit eine klare Position und Handhabe, wenn Konflikte und Wünsche mit deren Eltern auftreten. "Die Freiwilligkeit müsse mehr betont werden" ist eine Erfahrung von Jurkiewicz. Andererseits stand die Handhabe der karitativen Pflichtprojekte für Firmlinge in der Kritik. Diese sollen nun durch Mithilfe und Vorbereitungen bei kirchlichen Festen ersetzt werden. Die Räte versprechen sich dadurch ein intensiveres Kennenlernen der katholischen Liturgie und der Rhythmen im Kirchenjahr.