Für den Bienenzuchtverein „Wehratal“ mit Mitgliedern aus Wehr, Hasel und Todtmoos war 2017 ein gutes Jahr. Diese Bilanz zog der Vorsitzende Rolf Gut bei der Hauptversammlung. Wie meistens, wenn sich die Imker treffen, gab es wieder reichlich Informationen. Dieses Mal stand ein Fachreferat über Wildbienen auf dem Programm. Vorab wurde das vergangene Jahr rekapituliert, durch den Vereins-Protokollanten Guido Zimmermann und die Rechnerin Imke Liehr.

Der Schriftführer fand besonders die drei Neumitglieder bemerkenswert, die vor einem Jahr dem Verein beigetreten sind. Weniger allerdings die Verteuerung der Ameisensäure. Dass man sich eine Mittelwandgießform anschaffen konnte, sei der stattlichen Spende zu verdanken, die man zu deren Finanzierung bekommen habe. Und eine weitere kleinere Zuwendung gab es zur Anschaffung von Honiggläsern.

Zimmermann berichtete von vier Ausspracheabenden, die immer mit guter Beteiligung über die Bühne gegangen seien. Jedes Mal hätten die Anwesenden etwas Lehrreiches aus den Veranstaltungen mit nach Hause genommen. Die letzte Zusammenkunft des Jahres galt den Vorbereitungen auf den Winter und war mit einer Honigverkostung verknüpft.

Schön sei der Jahresausflug im Mai gewesen, der wiederum in Kooperation mit dem Wehrer Obst- und Gartenbauverein durchgeführt wurde. Dieser führte in der ersten Etappe nach St. Blasien, wo der Dom besichtigt wurde und hatte die Waldhausbrauerei zum Ziel. Hier konnte man eintauchen in die Welt der Biere. Umfassend sei man über dieses Getränk informiert worden. Erklärt wurden die benötigten Rohstoffe und gezeigt wurden die Sudkessel sowie Abfüllanlagen. Am Ende gab es auch eine Bierprobe. Für das Zustandekommen des Ausflugs zeichneten Vorsitzender Rolf Gut und sein Pendant vom Obst- und Gartenbauverein, Konrad Büche, verantwortlich. Mitte des Jahres fand noch eine Gartenbegehung statt, außerdem hatte man drei Gruppen von Kindern auf einem Bienenstand zu Gast.

Die Honigqualität 2017 hätte laut Gut im zweiten Halbjahr auch von der Menge her durchaus den Erwartungen entsprochen. Durch die erfolgreiche Behandlung der Milbenkrankheit sei man inzwischen auch zu merklich besseren Resultaten gekommen. Gut fiel die Ernte von Waldhonig aus. Wenig ertragreich war allerdings der Blütenhonig, auch wegen der Kälte im Mai.

Rechnerin Imke Liehr nannte die Anschaffung der Mittelwandgießform eine sehr gute Investition, gebe es doch kaum noch reines Wachs auf dem Markt zu haben. Der Verein gebe einen Teil des Mitgliedsbeitrags an den Landesverband weiter und bezahle damit die Vereinszeitschrift. Die Kassenlage selbst sei gut. Als neuen und dritten Vereins-Seuchenwart und Bienensachverständigen können die Imker demnächst Mario Marino vorstellen. Derzeit laufe dessen Ausbildung. Mit einer Ehrung endeten die Regularien. Für seine 20-jährige Mitgliedschaft erhielt Klaus Jost die silberne Ehrennadel des Deutschen Imkerbundes (DIB) überreicht.

Der Imkerverein „Wehratal“ wurde 1905 gegründet. Er zählt 36 Mitglieder mit 180 Völkern. Vorsitzender ist Rolf Gut. Kontakt per Telefon unter 07762/14 84.