Richtig schön bunt und närrisch ging es am Montag in der Hauptstraße in Wehr zu. Erst der Kinderumzug, dann der Fasnachtsmändigumzug und anschließend ging es ins Narrendorf. Also ein perfekter Tag für alle Narren.

Nachtumzug, Kinderumzug die Erste, Hemdglunkiumzug, Fasnachtssonntagsumzug, Kinderumzug die Zweite, Fasnachtsmändigumzug – bald muss man aufpassen, dass Bürgermeister Michael Thater Wehr nicht als Stadt der Fasnachtsumzüge proklamiert. Der Rathauschef neigt ja gerne mal dazu, seine Stadt als die Stadt des was auch immer auszurufen. Im Rathaus geht’s halt schon auch mal närrisch zu.

Aber natürlich sind es eine ganze Menge Umzüge für eine kleine Stadt wie Wehr, seit dem vergangenen Jahr ist nun auch der Umzug am Fasnachtsmändig im Programm. 24 Gruppen – Geister, Hexen, Wölfe, Wöschwiiber und, und, und – machten sich um 13.11 Uhr auf den Weg, um die Fünfte Jahreszeit zu feiern, der Kinderumzug, der schon vorher stattfand, reihte sich in die Schlange der Zünfte und Guggemusiken ein. So zog der Umzug durch die Hauptstraße, in der sich hunderte Besucher auch diesen Umzug nicht entgehen lassen wollten. Die Fünfte Jahreszeit ist kurz, da muss man alles mitnehmen. Auch die vielen Süßigkeiten, mit denen die Narren um sich warfen, und natürlich auch die ein oder andere Konfettidusche.

Knackig kalt war es übrigens, aber schließlich soll die Fasnacht ja auch den Winter vertreiben. Der wehrte sich doch am Ende des Umzugs tatsächlich mit Schneefall gegen seine Vertreibung. Aber den Widerstand wird er sicher auch bald aufgeben. Im Narrendorf wurde jedenfalls noch lange weitergefeiert, um die Mission der Wintervertreibung zu erfüllen.