Für die beiden Öflinger Zunftabende steht das Programm und die technischen Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. In den vergangenen vier Jahren ist bewusst von den Organisatoren experimentiert worden. Auch in dieser Fasnachtssaison werden neue Wege beschritten. In Zusammenarbeit mit den Kunstklassen der Realschule lebt ein traditionelles Kulissenbild für die Bühne wieder auf. Am Freitag, 31. Januar, und Samstag, 1. Februar, finden die Öflinger Zunftabende statt.

Uli Meier ist in seinem Element. Mit großer Begeisterung spricht das künstlerische Multitalent aus Öflingen „die Fingerabdrücke der Öflinger Zunftabende“ an. Heimelige Atmosphäre und garantierte Überraschungen sind für das zehnköpfige Organisationsteam immer „das gewisse Etwas und fast schon ein regionales Original“, so Meier.

Seit September haben sich die Programmpunkte konkretisiert. Barbara Huber probt mit den Feuerwehrmännern – „da kommt in den letzten vier Monaten viel Muskelkater und Physiotherapie zusammen“, schmunzelte sie. Oder bei den Sketchen: das will geübt sein. Zwar wird auch Lokalkolorit eingewoben, aber da ist der eigene Ehrgeiz gefordert.

Die Öflinger Bütt lässt viel Raum für Neues. Unvergessen sind die Auftritte einer rheinischen Frohnatur; damals war Petra Thiesen noch nicht Rektorin der Wehrer Realschule. Aber sie steht beim Karneval, respektive der alemannischen Fasnet, über dem Amt. Letztes Mal hatte sie vertraute Märchen auseinandergenommen. Mal schauen, was zum Öflinger Zunftabend-Motto „Zurück in die Zukunft“ zu hören sein wird.

Fasnachts-Comedy bleibt Schwerpunkt. „Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft und wie immer sind wir pünktlich zu spät fertig“, sagt Meier und lacht. Schließlich wurde von den Verantwortlichen schon mal überlegt, ob ein Frühstück gereicht werden sollte.

Die Party nach dem Zunftabend-Programm gehört in Öflingen dazu. Auch das ist im Kalkül von Regisseurin Nicole Schmidt. Da Frank Döbele seiner Lebensgefährtin gefolgt ist, wird ein neues Musikprogramm in Öflingen zu hören sein. „So vom Bohnenviertel her wird d‘r Döbele nicht mehr einfach herfahren“ – das ist dem fasnächtlichen Treiben im Klettgau geschuldet, ist sich Technikchef Peter Staudenmayer sicher.

Änderungen gehören in Öflingen einfach dazu. Und das Einlassen auf neueste Technik und Show-Formate wird auch vom Publikum honoriert. Unvergessen bleibt die Außenwette, die per Live-Stream übertragen wurde, als Jürgen „Jimmy“ Bäumle den Thomas Gottschalk gab.

Für die Dekoration werden noch ältere Kino- oder Konzertplakate gesucht, die den Eingang in der Öflinger Schulsporthalle verschönern sollen.