An drei Tagen rollte der Fußball in der Seebodenhalle. Der FC Wehr richtete dort sein traditionelles Neujahrsturnier aus, an dessen Beginn wiederum der vom Haus der Diakonie organisierte Wettbewerb für Menschen mit Handicap stand. Rund 20 Jahre sind es her, dass die Fußballer der Kernstadt die Gruppe von Sportlern mit geistiger und körperlicher Behinderung in ihr Sportprogramm aufnahmen. Seither spielen diese mit großer Begeisterung mit.

Von Manfred Jansen, dem inzwischen verstorbenen Wehrer Sportartikelhändler, und FC-Spielausschuss sowie Altbürgermeister Klaus Denzinger initiiert, hat das Turnier schnell große Kreise gezogen. Inzwischen sind es in der Regel nicht mehr als ein halbes Dutzend Pflegeeinrichtungen, die mitwirken. In diesem Jahr waren es sogar nur vier, die Mannschaften stellten. Vertreten waren die Caritas Gurtweil, das Josefshaus Herten, die Beschützende Werkstatt Wallbach und das Haus der Diakonie (HdD) Öflingen. Letztere beide gingen als Spielgemeinschaft an den Start. Fußball als therapeutische Maßnahmen sind allen wichtig, entsprechend breit sind die Angebote der Einrichtungen.

Es wird regelmäßig trainiert, war von den Betreuern zu erfahren. Geht es auf ein Turnier zu, dann mit noch mehr Ehrgeiz und Einsatz. Da unterscheiden sie sich kaum von Gesunden. Richtig aus dem Häuschen seien alle, wenn Turniere vor der Tür stünden. Richtig heiß warteten die Schützlinge von Gerrit Knoop (HdD), der auch die Turnierleitung hatte, auf den Moment des Anspiels. Und die Öflinger-Wallbacher Kombination schlug sich recht gut. Am Ende beendete diese hinter dem Sieger Josefshaus I und vor Josefshaus II das Turnier.