Die Wehrer Katholiken feierten am Samstag das Patrozinium der Josefskapelle im Enkendorf. Traditionell am 19. März wird das Schutzherrnfest begangen. In diesem Jahr fiel es auf einen besonders schönen Frühlingstag. So konnte der Zelebrant der Messfeier, Stadtpfarrer Matthias Kirner, nicht nur eine voll besetzte Kapelle, sondern auch viele Gläubige in der Grünanlage davor begrüßen.

Nicht alleine der heilige Josef, der Bräutigam der Gottesmutter und Patron des Handwerks, stand diesmal im Mittelpunkt des Festgottesdienstes sondern auch der Mesnerwechsel der Kapelle. Mehr als drei Jahrzehnte von dem Ehepaar Gertrud und Alois Güdemann versehen, ging die Betreuung jetzt an Rosmarie Berger und Hildegard Rüttnauer über. Im 130. Jahr des Kapellenbestehens kam der Wechsel für die Pfarrei nicht überraschend. Das Ehepaar Güdemann hatte schon vor einiger Zeit aus gesundheitlichen Gründen um Ablösung gebeten.

Zuverlässig und ehrenamtlich hatte dieses stets nach dem Rechten in der Kapelle gesehen und auch mit viel Hingabe die nötigen Arbeiten dort ausgeführt. Schon Mutter und Schwiegermutter Myrta Güdemann betreute über Jahre das kleine Kirchlein auf dem Berg. Jetzt endete diese Familienära, was Stadtpfarrer Matthias Kirner sehr bedauerte. Erfreulich sei, dass mit den Geschwistern Rosmarie Berger und Hildegard Rüttnauer wieder jemand aus dem Enkendorf für diesen ehrenamtlichen Dienst gefunden werden konnte. Des Pfarrers Dank galt also dem scheidenden Mesnerehepaar und sein Willkommensgruß den neuen Mesnerinnen. Die Kapelle auf dem Weg zum Enkendorfer Berg fand durch ihre Renovierung vor zehn Jahren und auch Neugestaltung der parkähnlichen Außenanlage eine enorme Aufwertung. Das sakrale Kleinod ist ein beliebtes Ziel von Wehrern und fremden Besuchern vor allem auch für wanderfreudige Ausflügler.